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Alpen
B 58: Die Baustelle nervt die Autofahrer

Alpen: B 58: Die Baustelle nervt die Autofahrer
Gestern stauten sich die Autos von der Baustelle kilometerlang fast bis zur Autobahn.
Alpen. Seit Monaten wird auf der Bundesstraße bei Alpen gearbeitet. Derzeit wird die Fahrt oft zur Geduldsprobe. Von Sebastian Latzel

Die Sanierung der Alpener Umgehung ist zwar auf die Zielgeraden eingebogen. Doch die Autofahrer erleben immer wieder neue Überraschungen. Der Abschnitt, auf dem bei der Baustelle auf der B 58 bei Alpen noch gearbeitet wird, wird zwar immer kleiner - der Ärger darüber bei den Autofahrern dagegen immer größer. Während die Alpener inzwischen aufatmen, weil die Fahrzeuge jetzt nicht mehr mitten durchs Dorf rollen, stöhnen Autofahrer auf der B 58 über lange Wartzeiten und teils abenteuerlicher Situationen. Zwar zeigt eine Uhr per Countdown an, wie lange die Verkehrsteilnehmer auf "Grün" warten müssen. Aber oft dauert die Wartezeit erheblich länger.

Zu Wochenbeginn etwa teerten die Bauarbeiter trotz Dauerregens am Morgen munter weiter. Die Folge: Über der heißen Asphaltfläche bildete sich ein dichter Nebelteppich, in den die Autos quasi im Blindflug hineinfahren mussten. Es ging nur im Schritttempo weiter. Dadurch verzögerte sich die Durchfahrt. Das führte dazu, dass den Autos im Nebel plötzlich bereits Wagen aus der anderen Richtung entgegenkamen, weil ihre Ampel "Grün" zeigte. Das Chaos war perfekt. Ungefährlich war das nicht.

Gestern stauten sich die Autos von der Baustelle kilometerlang fast bis zur Autobahn, am Montag konnten Autofahrer kaum mehr etwas sehen, weil im Regen geteert wurde und sich dadurch dichter Nebel über die Fahrbahn legte. FOTO: Latzel

Am Dienstagabend ereignete sich dann an der Baustelle ein kleinerer Unfall. Mit erheblichen Folgen: Es bildete sich ein langer Stau, viele Fahrer wendeten und suchten sich Schleichwege. Gestern Morgen dann wurden die Autofahrer aus Richtung Geldern auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Die Wagen stauten sich kilometerweit. Unmittelbar ab der Auffahrt zur A 57 ging's nur noch im Schneckentempo.

Dass es aktuell zu Störungen kommt, ist bei der zuständigen Behörde Straßen NRW bekannt. "Das Problem ist, dass wir mit der Baustelle jetzt näher an die Grünthal-Kreuzung rücken. So bleiben nur noch rund 250 Meter Abstand", erläutert Wilhelm Kuypers vom Landesbetrieb. Dadurch könne sich der Verkehr bis zur Kreuzung stauen.

Gestern wollten sich die Verantwortlichen noch mal treffen, um zu überlegen, ob es Lösungen gibt. "Aber derzeit gehen wir davon aus, dass die Baustellenregelung ohne Alternative ist." Ohnehin sollten die Autofahrer eigentlich gar nicht durch den Bereich fahren. "Es ist eine großräumige Umleitung eingerichtet. Die sollte weiter genutzt werden", sagt Kuypers. Die Arbeiten auf der B 58 sollen Mitte Oktober beendet sein.

Quelle: RP
 
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