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Alpen
Baustellenbesuch in der Schule Zum Wald

Alpen: Baustellenbesuch in der Schule Zum Wald
Neue Rampe: Architekt Stefan Buchmann schaut bei der Testfahrt des Behindertenbeauftragten Karl-Heinz Kohl zufrieden zu. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Die gute alte Schule Zum Wald ist baulich aufgebrochen in die neue Zeit. Dabei soll, so weit wie möglich, der Charme der guten alten Zeit hinübergerettet werden. Doch das ist nicht in vollem Umfang möglich. Von Bernfried Paus

Das gediegene Holzportal mit den Glasfenstern hinter Gittern, durch das ganze Generationen von Schülern gegangen sind, wird in Kürze verschwinden und um die Ecke von einer modernen, sich automatischen, zweiflügeligen Eingangstür ersetzt. Eine Folge der Inklusion. Die neue Rampe, die in den Osterferien fertig geworden ist, soll direkt drauf zuführen. Barrierefreiheit im Eingangsbereich wird konsequent zu Ende gedacht. Ein behindertengerechtes WC kommt da hin, wo heute Eingang ist. Was aus alten Tür wird, ist offen. Einige Politiker formulierten beim Ortstermin des Bauausschusses den Wunsch, dass das Schmuckstück nicht als Bauschutt enden möge.

Behindertenbeauftragter Karl-Heinz Kohl, bei Planung und Ausführung "immer ganz in der Nähe", so Rathaus-Architekt Stefan Buchmann, testete die grau gepflasterte, in hellem Betonstein eingefasste Rampe mit einer Steigung von sechs Prozent in dem Rollstuhl. Er hat sie für gut befunden. Noch fehlen die Geländer wie auch der Handlauf für die Treppe zum Eingang. Die von Betonsteinen gefassten Beete werden bepflanzt. Die Verwaltung, so Fachbereichsleiter Walter Adamas, ist zuversichtlich, mit dem Kostenrahmen von 45.000 Euro für den barrierefreien Zugang zur Schule hinzukommen. Allein der neue Eingang verschlingt 20.000 Euro.

Hausmeister Thomas Fürtjes erläuterte den Politikern, wie er das geschundene Holzparkett wieder fit macht für die nächsten Schülergenerationen. FOTO: aRMIN fISCHER

Die Sanierung des betagten Gemäuers wird mit mehr als 100.000 Euro deutlich teurer. Aber auch hier herrscht Zuversicht in der Bauabteilung, mit der Kalkulation am Ende richtig zu liegen - auch weil man auf gute Kräfte aus den eigenen Reihen zurückgreifen kann.

So absolviert Thomas Fürtjes, Hausmeister im Schulzentrum, derzeit einen Großteil seiner Schichten in der Grundschule, um in den Klassen den in Jahrzehnten abgenutzten Parkettboden abzuschleifen, auszubessern und am Ende robust zu versiegeln. Ein schweißtreibender Job; der sich aber lohnt, wie der handwerklich begabte Hausmeister meint: "Es wäre doch jammerschade, wenn so ein toller Fußboden einfach verschwinden würde."

Den Klassenraum mit der Nummer vier auf der massiven alten Holztür hat er erledigt. Nun ist er eine Klasse weiter gezogen. Die Politiker zeigten sich beeindruckt von seiner wertvollen Arbeit. Auch im Souterrain passiert was. In den Sommerferien wird die Küche - "super gepflegt" - saniert. Die alten Fenster mit den 60er-Jahre-Gardinen kommen raus und werden zeitgemäß ersetzt. Und es wird ein Fluchtweg eingerichtet.

Das Sanierungspaket beinhaltet auch den Austausch der Neonröhren durch umweltfreundliche, viel heller leuchtende LED-Lampen und die Installation von lärmschluckenden Decken. Dass die Noten besser werden, wenn alle Klassen lärmgedämmt sind, wie Architekt Buchmann versicherte, stieß bei einigen Politikern allerdings auf Skepsis.

Quelle: RP
 
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