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Rheinberg
Beeindruckende Zahlen des DRK

Rheinberg. Der Stadtverband warnt vor einem gefährlichen Trend: Die Zahl der Blutspenden geht weiter zurück. Von Erwin Kohl

Im Kreis Wesel sind täglich 28 Rettungs- und Krankentransportwagen im Einsatz, und selbst tief in der Nacht kümmern sich die Besatzungen von 18 Einsatzfahrzeugen im Notfall um unsere Gesundheit. Darauf machte Günter Köster im Rahmen der 18. Jahreshauptversammlung seit Gründung des DRK-Stadtverbandes Rheinberg aufmerksam. Der Vorsitzende der Rheinberger Retter verdeutlichte anhand von beeindruckenden Zahlen, welche Größenordnung die Rheinberger Rettungswache inzwischen hat.

So haben die 75 Einsatzkräfte im vergangenen Jahr mehr als 10 000 Einsätze geleistet; rechnet man den Bedarf der Hausnotrufzentrale hinzu, kommen sie gar auf 15 800 Einsätze und das rund um die Uhr. Dabei summierten sich die Arbeitsstunden allein der 220 ehrenamtlichen Helfer auf über 80 000.

Davon bekommt die Bevölkerung in der Regel nichts mit, Rettungseinsätze betreffen nur sehr wenige Menschen. "Man sieht uns hauptsächlich im Bereitschaftsdienst wie beispielsweise beim Rheinberger Rosenmontagszug", so Köster. Der sei für die DRK-Sanitäter zwar anspruchsvoll, dennoch freue man sich darauf. Köster: "Man kennt sich, und das macht dann einfach Spaß; diese Veranstaltung machen wir am liebsten."

Klaus Püttmann vom Fachbereich Wasserwacht bedankte sich bei Rosemarie Kaltenbach als Vertreterin der Stadt für die Möglichkeit, Freibad und Hallenbäder nutzen zu dürfen: "Ohne diese Unterstützung wäre unsere Arbeit überhaupt nicht möglich."

Bei den Wasserrettern ist man besonders stolz auf den breit aufgestellten Nachwuchs. "70 Prozent unserer Mitglieder sind unter 16 Jahre alt. Damit stellen wir im Stadtgebiet eine der größten Gruppen in der Jugendarbeit", erläuterte Püttmann. Und die ist zudem überaus erfolgreich. Beim "Rescue-Cup 2015", einem Wettbewerb für Rettungsschwimmer, konnte man mit zwei dritten und einem zweiten Platz die bislang besten Ergebnisse erzielen. Grundlage dafür ist eine gute Aus- und Fortbildung bei den jungen Schwimmern.

So konnten im vergangenen Jahr 23 der legendären Seepferdchen und 27 Schwimmabzeichen vergeben werden. Außerdem erhielten 14 Jugendliche den Titel "Juniorretter Wasserwacht". Oliver Rühl musste einen erneuten Rückgang der Blutspenden vermelden. Ein Trend, der sich seit vielen Jahren fortsetzt. "Ich kann nur an jeden appellieren, sich die Zeit zu nehmen, es geht nur mit Blut", erklärte der stellvertretender Vorsitzender des DRK-Stadtverbandes Rheinberg.

Im Anschluss an die Versammlung wurden langjährige Blutspender geehrt. Dazu zählten unter anderem Klaus Tepner, Richard Sy und Gerd Homölle (jeweils 100 Spenden). Hans Jürgen Dupre (125 Spenden) und Josefine Setzkorn (150 Spenden). Für "unzählige Blutspenden" wurden Linda Winkler, Adolf Blaschke und Franz Erich Bruksch mit Team ausgezeichnet.

Eine Urkunde für 40 Jahre Mitgliedschaft im Deutschen Roten Kreuz erhielten Günter Köster und Harald Winkler. 50 Jahre dabei ist Anneliese Blaschke und auf 55 Jahre bringen es Adolf Blaschke, Anneliese Wessels sowie Marlies Terschlüsen.

Quelle: RP
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