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Rheinberg
Beim Zaubern sollen die Zuschauer lachen

Rheinberg: Beim Zaubern sollen die Zuschauer lachen
Zauberkünstler Marcus Grube ist vielseitig. So arbeitet er in seinen Shows auch mit Pyrotechnik. FOTO: Olaf Ostermann
Rheinberg. Marcus Grube aus Rheinberg ist Zauberkünstler. Für den 40-Jährigen gehört ganz viel Entertainment zur Ausübung seines Jobs. Von Erwin Kohl

Marcus Grube ist einer der Menschen, dem die Leute bei der Ausübung ihrer Tätigkeit ganz genau auf die Finger sehen, nur um sich hinterher immer dieselbe Frage zu stellen: Wie macht der das bloß? Der Rheinberger nennt sich selbst Zauberkünstler - und das nicht ohne Grund. Denn zur bühnenreifen Darstellung eines Zaubertricks, der sogenannten Illusion, bedarf es mehr als Abrakadabra und eine Prise Zaubersalz. "Man muss die Zuschauer unterhalten, sie zum Lachen bringen. Zaubern ist ganz viel Entertainment", sagt Grube.

Zwar gebe es im Internet fertige Illusionen mit dazugehöriger Anleitung zu kaufen, aber ohne das nötige Grundwissen gingen diese Vorführungen meist kräftig daneben. "Ich habe Wochenendseminare in einer Zauberschule in Düsseldorf belegt, um mich in die Materie einzuarbeiten. Fingerfertigkeit ist das A und O, aber das kann man üben", erzählt der Gebäudereiniger.

Dafür hat sich Marcus Grube zu Beginn drei fertige Illusionen gekauft. Schnell begann er damit, an eigenen Programmpunkten zu basteln und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die passenden Requisiten entstehen zumeist in Handarbeit. Im Hobbykeller lötet, schraubt und klebt Gruber so lange, bis später auf der Bühne das Unmögliche möglich scheint.

"Manchmal werde ich mitten in der Nacht wach und habe eine Idee, die muss ich dann sofort umsetzen", erzählt der Zauberer. Ob diese Idee es irgendwann auf die Bühne schafft, hängt auch von seiner Frau ab. Denn Sandra Grube ist seine schärfste Kritikerin.

Weil es längst nicht mehr ausreicht, ein Kaninchen aus dem Hut zu ziehen und der staunenden Menge hinzuhalten, schreibt der dreifache Familienvater zu jeder Nummer ein eigenes Manuskript. Das verhilft der alten Kaninchennummer wieder auf die Sprünge oder macht alte Kartentricks wie neu.

"Zaubern ist ganz viel Show. Mit der richtigen Story werden auch alte Zaubertricks wieder ansehnlich", weiß Grube. So zieht der 40-jährige nicht einfach ein As aus dem Ärmel, sondern platziert eine Dame aus dem Publikum auf einen Stuhl und schmückt sie wort- und gestenreich als Prinzessin. Erst wenn die Geadelte wieder aufsteht, wird klar, dass sie auf einer Spielkarte saß, die der Herr neben ihr zuvor in den Stapel zurückgeschoben hat.

Vor kurzem hat Grube in der Winterswicker Gaststätte Reintjes sein erstes komplettes Bühnenprogramm aufgeführt und das Publikum mit atemberaubenden Illusionen gefangen gehalten. Wer Marcus Grube für einen Kindergeburtstag, einem Firmenjubiläum oder anderen Anlass buchen möchte, findet auf der Website des Künstlers (www.nu-magic.de) unter diversen Angeboten den Begriff "Mentalmagie".

Was es damit auf sich hat, möchte Grube RP-Lesern anhand einer wohl einmaligen Wette zeigen. "Ich werde innerhalb der nächsten vier Wochen einen verschlossenen und versiegelten Umschlag in der Redaktion abgeben. Einen Tag nach Abschluss der Fußball-Europameisterschaft im Sommer können sie den Umschlag öffnen und finden darin einen Zettel mit der Endspiel-Paarung und dem Sieger." Da kann man nur sagen: Top - die Wette gilt.

Quelle: RP
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