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Rheinberg
Bergbauschäden beschäftigen Annaberger

Rheinberg. SGB fordert Zusagen zur Übernahme der Deicherträge. Ärger über den Sanierungsstau.

Wenn über Bergschäden und ihre Sanierung gesprochen wird, wird man am Annaberg in der Regel sehr hellhörig. Denn: "Gefühlt dauern die Sanierungsmaßnahmen an Straßen, Abwasserkanälen und Häusern schon mehrere Jahre an", sagt Marianne Erney-Grigat. Sie hat den Eindruck: "Ein Ende scheint nicht absehbar." Und: "Mit dem Einstieg in die feuchte Herbst- und Winterzei"t, sagt sie voller Sarkasmus, "freuen wir uns besonders über voraussichtlich längerfristig überflutete Straßen". Als Beleg für ihre Sorge legt sie Bilder von der Schützenstraße bei, die am total verregnete vorigen Samstag aufgenommenen worden sind. Offenbar bevorzugen die "Dorfverwaltung Rheinberg" und das Bergbau ausführende Unternehmen, die allenfalls 1,5 bis 2,5 Arbeiter am Tag einsetzen, ärgert sie sich über den schleppenden Sanierungsfortschritt. So könne das ewig dauern.

Unterdessen meldet sich die Schutzgemeinschaft Bergbaubetroffner (SGB) zu Wort mit der Antwort der Landesregierung auf eine "Kleine Anfrage" des SPD-Abgeordneten René Schneider. So seien durch Bergsenkungen "erstmals" große Teile von Annaberg und Alpsray von einem möglichen Hochwasser betroffen. Neben den dabei unabsehbaren Schäden werde in naher Zukunft schon der "praktische Schaden von Beiträgen zum Deichverband Duisburg-Xanten entstehen", so Ulrich Behrens von der SGB. Im Bereich Orsoyerberg habe die RAG bis 2044 vertraglich zugesichert, die Beiträge direkt an den Deichverband zu entrichten.

Aus der Antwort der Landesregierung gehe hervor, dass die Situation in den neuen Bereichen Annaberg und Alpsray noch nicht geklärt sei. Zwar stehe im Rahmenbetriebsplan, dass die RAG "ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht die Bereitschaft zur Übernahme der [...] Verbandsbeiträge erklärt". Die RAG wolle aber noch keine genauen Aussagen treffen, ziehe sich auf die Möglichkeit auch anderer Ursachen zurück und wolle weiter prüfen.

Die SGB fordert eine zeitnahe Zusage vom Steinkohlenabbau. "Das kleine Risiko der Überschwemmung und Vernichtung des privaten Eigentums bleibt dann immer noch beim Häuslebesitzer", so Behrens.

Quelle: RP
 
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