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Rheinberg
Berkakunst und ein Jugendkunstpreis

Rheinberg: Berkakunst und ein Jugendkunstpreis
Zweimal im Jahr Workshops mit jungen Künstlern in Rheinberg, verbunden mit der Verleihung des Jugendkunstpreises - das könnte eine Perspektive für die Rheinberger Kulturszene sein. FOTO: Anja Tinter (Archiv)
Rheinberg. RP-Reihe Rheinberger Kulturperspektiven: Herbert Becker schlägt vor, junge Künstler nach Rheinberg einzuladen. Von Uwe Plien

Dieser Bericht ist unter der Annahme folgender Thesen verfasst:

These 1: Die Stelle einer städtischen Kulturbeauftragten ist gestrichen worden. Die städtische Kulturarbeit wird nun vom Fachbereich Schule und Sport verwaltet. Die Kulturarbeit wird sich verändern.

These 2: Als imageförderndes Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Rheinberg bietet sich nichts besser an als Kultur. Denn die Stadt hat ein für eine Stadt dieser Größenordnung beachtliches Kulturangebot und hervorragende Spielstätten wie etwa die Stadthalle.

These 3: Es ist besser, konstruktive Vorschläge zu unterbreiten, als zu meckern.

Herbert Becker kennt man in Rheinberg in erster Linie als Vorsitzenden der FDP-Ratsfraktion. Nun meldet er sich als Privatmann, als kulturinteressierter Rheinberger, wie er unterstreicht: "Meine politische Tätigkeit hat mit meiner Idee gar nichts zu tun." Der Alpsrayer regt die Gründung eines Vereins an: "Berkakunst" - in Anlehnung an den historischen Namen der Stadt. "Mir schwebt ein gemeinnütziger Verein zur Förderung junger Künstler und Künstlerinnen in der Altstadt vor", so Herbert Becker. Ausgangspunkt seiner Überlegungen waren wirtschaftliche Aspekte: die Probleme der Mittelzentren, Leerstände im Einzelhandel, keine Attraktion, Parkplatzmangel, kleines Sortiment, in Flächengemeinden wie Rheinberg hat man weite Wegen, das bedeutet Zeitaufwand. Becker: "Rheinberg muss versuchen, einzigartige Aktionen als Markenzeichen für die Stadt in der Region zu entwickeln. Aktionen in neuer Stadtentwicklungskonzeptionen."

Ein "Jugendkunstpreis Stadt Rheinberg" könnte ein Weg in die richtige Richtung sein, glaubt der pensionierte Lehrer und nennt ein Beispiel: "Zweimal im Jahr, im Mai und im Oktober, könnte man für zwölf junge Künstler im Alter 20 bis 28 Jahren - Maler und Objektkünstler abwechselnd - einen einwöchigen Workshop veranstalten. Drei dieser Künstler werden prämiert und ihre Werke für ein Jahr zum Beispiel im Alten Rathaus, im Stadthaus oder anderen repräsentativen Gebäuden ausgestellt. Ein Ankauf für einen vorher vereinbarten Preis ist nicht ausgeschlossen."

Die Finanzierung der Übernachtungen, der Verpflegung und des Materials sollte durch Firmen-Sponsoring gewährleistet sein. Grundsätzlich können sich Sponsoren - auch Privatpersonen - mit namentlicher Nennung und Urkunde verpflichten, sich für einen bestimmten Betrag für drei Jahre an der Finanzierung zu beteiligen. Herbert Becker: "Ich denke, dass man mit einem jährlichen Etat in Höhe von 25.000 Euro hinkommt."

Die Stadtverwaltung müsste die Infrastrukturkosten übernehmen, müsste etwa Kunstakademien in Deutschland und den Niederlanden anschreiben und eine Abschlussfeier mit Preisverleihung organisieren.

Eine ehrenamtliche Kunstjury sollte die Bewerber auswählen, die bei der Bewerbung jeweils drei ihrer Werke sowie einen Lebenslauf vorlegen müssen. Ebenso bestimmt die Jury die Preisträger und wirbt für Sponsoren.

Quelle: RP
 
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