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Alpen
Betrug: Rentner fälscht Unterschrift seiner Frau

Alpen. Um einen Kredit über 50.000 Euro zu erhalten, setzte ein Rentner die Unterschrift seiner einkommensstarken Ehefrau unter einen Kreditvertrag. Die Bank in Alpen zahlte das Geld aus. Erst als das Paar sich trennte, flog der Schwindel auf. Der Mann konnte die Raten nicht zahlen. Jetzt musste er sich wegen Betrugs und Urkundenfälschung vor dem Amtsgericht Rheinberg verantworten.

Der 71-Jährige legte ein Geständnis ab. Er habe gewusst, dass man ihm ohne Einwilligung seiner Ehefrau, die einen gut bezahlten Posten hat, keinen Kredit bewilligt hätte. Er habe seine Frau gefragt, ob sie einverstanden ist. Sie aber habe gesagt: "Das schaffen wir nicht." Schließlich seien noch andere Verbindlichkeiten abzutragen gewesen, es gab minderjährige Kinder, und das Haus musste abbezahlt werden. Allerdings habe er nicht gewusst, wie man bei dem ausgeprägten Konsumverhalten der Ehefrau ohne Kredit leben sollte, sagte der Angeklagte entschuldigend. Also sei er zur Bank gegangen, habe gesagt, seine Frau sei verhindert und habe die Unterlagen mit nach Hause genommen. Dort fälschte er ihre Unterschrift. Von dem Geld seien knapp 28.000 Euro auf sein Konto gegangen, mit dem Rest beglich er alte Schulden. Zunächst klappte es mit der Rückzahlung gut, sagte der Angeklagte. Bis zur Trennung. Dann sei das Ganze aufgeflogen. "Zurückzahlen kann ich es nicht, ich komme gerade mal über die Runden", sagte der Rentner. Er habe zwar einen Nebenjob, davon müsse er aber einen weiteren Kredit abzahlen.

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte sechs Monate Haft und Sozialstunden. Die Richterin verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe von 5400 Euro.

(BL)
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