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Rheinberg
"Big Band Orchester" feiert Zehnjähriges

Rheinberg: "Big Band Orchester" feiert Zehnjähriges
Die insgesamt 33 Musiker des "Big Band Orchesters Niederrhein" warteten mit einem vielseitigen Programm auf. Sogar "O du fröhliche" spielten sie - in Anlehnung an ihren ersten Auftritt beim Kamp-Lintforter Nikolausmarkt vor zehn Jahren. FOTO: Olaf ostermann
Rheinberg. In der Mensa der Rheinberger Europaschule präsentierten die Musiker vom Niederrhein ein breites Repertoire. Von Alexander Florié-Albrecht

Drei große, silberne "10"-Ziffern schwebten in der festlich geschmückten Mensa der Europaschule - und versinnbildlichten so den Anlass dieses besonderen Konzertes. Seit 2014 präsentiert das "Big Band Orchester Niederrhein" Jahr für Jahr seine aktuellen Programme dort - da war es naheliegend, zum zehnjährigen Bestehen auch dort wieder aufzuschlagen. "Da sind auch ehemalige Schüler von uns und Elternvertreter dabei - das ist schon sowas wie ihr "Zuhause", meinte Schulleiter Norbert Giesen.

"Wir haben im April 2008 einen Zeitungsaufruf gemacht und wollten ein Liveorchester gründen", erinnerte sich Alexandra Quernheim, die zusammen mit ihrem Mann Mike das Ganze ins Leben gerufen hatte. "Dann haben wir einfach gewartet, wer da kommt - und hatten den ersten Auftritt beim Nikolausmarkt in Kamp-Lintfort."

Zunächst nannte sich das Ganze noch "Blasorchester Kamp-Lintfort", dann "Big Band Orchester Kamp-Lintfort". Im Zuge des Wandels der Stile und der "Abwanderung" des Orchesters nach Rheinberg 2013 entschied man dann, das Ensemble in "Big Band Orchester Niederrhein" umzubenennen. Die Mitglieder kommen von Meerbusch über Neukirchen-Vluyn bis Kevelaer. "Das Beiwort Niederrhein spiegelt das besser wider", sagt Quernheim.

Worum es dabei geht, formulierte Dirigent Mike Quernheim in der Pause schlicht: "Um den Spaß an der Musik." Was das Orchester ausmacht? "Der spezifische Zusammenhalt in der Gruppe, die Vielfalt der Musik und die Gemeinschaft", meinte Altsaxofonist Heinz Berlig.

Im ersten Part spielte das 33-köpfige Ensemble jeweils einen Song aus dem Repertoire des jeweiligen Jahres, dass unter einem besonderen Motto stand. Flockig moderiert wurde das Ganze von Jürgen Sterath.

So überraschten die Musiker die gut 200 Gäste zu Anfang mit "O du fröhliche", womit man am 6. Dezember 2008 als junges Blasorchester mit neun Musikern erstmals auf dem Kamp-Lintforter Weihnachtsmarkt aufspielte .

Im Anschluss daran folgten weitere acht Musikstücke. aus dem jeweiligen Jahr - von "Irish Dream" mit moderner Orchestermusik, dem fetzige "Little Brown Jug", "I'm a Believer" und "Massachusetts" von den Bee Gees zum Motto "Rock, Pop und Co." bis zum getragenen "Highland Cathedral" als Beispiel für "Big Band meets Drums and Pipes" 2014.

"The Young Amadeus" war das Klangbeispiel für "Big Band mal klassisch", was melodisch sehr gut funktionierte. Und da der Gospelchor, der damals gesungen hat, nicht zu bekommen war, sorgte Bernd Gröber mit seiner kraftvollen Stimme bei "Sijahamba" für den gesanglichen Beitrag zum Thema "Big Band meets Gospel". Später durfte er seine Fähigkeiten bei "You raise me up" zeigen. Zu dem Motto "Film & Fernsehmusik" von 2012 ließ die Band über eine Leinwand die selbst gedrehten Kurzfilme zu den einzelnen Themen wie "Winnetou", "Miss Marple", "Star Wars", "007" oder "Drei Nüsse für Aschenbrödel" flimmern - und verteilte vorher noch stilgetreu Popcorn und Eiskonfekt.

Nach der Pause präsentierten die Musiker weitere Lieder aus den vergangenen Jahren und brandneue Musikstücke. Schön poppig klang Adeles "Rolling in the deep", klassischer Big-Band-Sound erklang bei "Sentimental Journey". Und bei "Music is my World" und "Ebony & Ivory" übernahm Alexandra Quernheims das Dirigat, um ihrem Mann und Martina Stahl am Altsaxofon ein musikalisches Solo-Duett zu ermöglichen.

Mit "The final countdown" und der Zugabe "Satisfaction" wurde es nochmal rockig, was das Publikum zum Mitmachen und zum langanhaltenden Applaudieren animierte - ein gelungener Jubiläumsabend, dem vielleicht noch einige folgen werden. Die Planungen für 2019 laufen aber schon: Da soll es um die "Neue Deutsche Welle" gehen.

Quelle: RP
 
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