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Alpen
Biomüll landete im Ofen: Plastiktüten sie sehr teuer

Alpen. Eine Lkw-Ladung Biomüll aus Alpen(wie schon vor Tagen in Rheinberg) ist jetzt beim Abfallwirtschaftszentrum in Kamp-Lintfort nicht zu wertvollem Kompost verarbeitet worden, sondern im Brennofen gelandet. Grund waren Plastiktüten und andere nicht kompostierbare Rückstände. Der Wertsoff aus der Braunen Tonne wurde als teurer Restmüll deklariert.

Wie Friedrich Wilhelm Kloas vom Steueramt im Rathaus auf Anfrage erläuterte, werden die Gebührenzahler durch die kritische Lkw-Ladung zusätzlich mit rund 1300 Euro belastet. Denn eine Restmüll-Lieferung ist doppelt so teuer wie Biomüll. "Wir hoffen, dass das ein einmaliger Ausrutscher bleibt, sonst geht's spürbar ins Geld", so Kloas. Aus diesem Grund weist die Abfallberatung nochmals darauf hin, dass es verboten ist, Biokunststoffe (auch biologisch abbaubare) in der Biotonne zu entsorgen. Das Bio-Kompostwerk Asdonkshof verarbeitet alle im Kreis Wesel gesammelten Bioabfälle zu einem hochwertigen, RAL-zertifizierten Gütekompost. Um eine hohe Qualität zu erreichen, dürfen nur kompostierbare Abfälle in der Biotonne landen. Das gelte auch für den Einsatz von sogenannten kompostierbaren Bioabfallbeuteln. Gerade umweltbewusste Verbraucher greifen vermehrt zu Beuteln aus Biokunststoff, um Obst- und Gemüsereste zu sammeln und zu entsorgen, und nehmen dafür einen Preisaufschlag gegenüber Plastik in Kauf. Diese Biokunststoffe bereiten der Kompostierungsanlage Probleme. Zudem haben Biokunststoffe keinen Nutzen als Kompostrohstoff. Als preiswerte Alternative zum Sammeln der Bioabfälle wird der Gebrauch von Tageszeitungen empfohlen. Sie eignen sich sehr gut und nehmen Feuchtigkeit auf.

(bp)
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