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Alpen
Breitband in Alpen: Telekom legt vor

Alpen. Bis Jahresende sollen 4700 Haushalte auf Datenautobahn einbiegen können.

Die Telekom gibt Vollgas im Rennen um die Pole-Position, den Ort Alpen an die Datenautobahn zu bringen. Spätestens bis Jahresende sollen 4700 Haushalte im Zentrum der Gemeinde aus dem Tal der Ahnungslosen auftauchen und mit Höchsttempo im weltweiten Netz surfen. Viele Internetanschlüsse, die derzeit noch im Schneckentempo um die sechs Mbit/s unterwegs sind, können künftig auf "bis zu" 100 Mbit/s beschleunigen.

Ob die volle Leistung abrufbar sein wird, hängt von der Entfernung der eigenen Haustür von einem der 17 Schaltgehäuse ab, die vom Frühjahr an mit Glasfaser versorgt werden. Von den grauen Kästen aber geht's dann weiter mit herkömmlichem Kupferkabel bis zum Hausanschluss. Auf der Strecke geht je nach Länge und Qualität der alten Leitung Leistung verloren.

In Alpen, so versicherten gestern die für den Kreis Wesel verantwortlichen Telekom-Vertreter, würden 80 Prozent der potenziellen Kunden weitgehend mit Höchsttempo - absehbar mit bis zu 250 Mbit/s - auf der Datenautobahn rasen. Das restliche Fünftel muss sich vorläufig mit gedrosseltem Antrieb begnügen. Auch für Highspeed-Kunden, so die Telekom-Experten, könne nicht ganz ausgeschlossen werden, dass es in der Rush-Hour auf der Bahn etwas gemächlicher vorangeht.

Offen ist noch, ob Außenbereiche wie Rathaus-/Rheinberger Straße oder Hoerstgener Siedlung/Flughafen (Bönninhardt) angeschlossen werden. Eventuell können Anwohner das Kabel dort selbst in die Erde legen, um Kosten zu sparen.

Bekanntlich steht auch die Deutsche Glasfaser in den Startlöchern, Alpen mit einem eigenen Breitbandnetz zu versorgen - bis an die Haustür. Damit sich das rechnet, müssen knapp die Hälfte der Hauhalte mitmachen. Diese Hürde wird durch den Frühstart der Telekom nun wohl noch deutlich höher.

(bp)
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