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Rheinberg
Bürgerinitiative "NIAG-Bahnlärm" hat schon 125 Mitglieder

Rheinberg: Bürgerinitiative "NIAG-Bahnlärm" hat schon 125 Mitglieder
Bei der Gründung der Bürgerinitiative war der Saal des "Schwarzen Adler" voll besetzt. Am Mikrofon ist Vorsitzende Dr. Eva Hellmis zu sehen. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Sie wollen Ruhe. Und Sicherheit an den Bahnübergängen. Und dafür kämpfen sie. Weil der Lärm, der von der NIAG-Bahn zum Orsoyer Hafen ausgeht, immer massiver und unerträglicher wird und die Bahnübergänge außerdem nur über unzureichende Sicherungseinrichtungen verfügen, haben Anwohner die Bürgerinitiatve "BI NIAG-Bahnlärm" gegründet. Von Cornelia Brandt

Der Saal des "Schwarzen Adler" in Vierbaum quoll fast über, so groß war das Interesse. Als Ziele der Bürgerinitiative wurden formuliert: die Sicherung der vier Übergänge (Bendstege, Siedlerweg, Lohmühlerweg und Baerler Straße), die Reduktion der Zuggeschwindigkeit, die Reduktion oder das Abstellen der Wochenend- und Nachtfahrten, die Verringerung der Lärm- und Vibrationsemissionen, das Erstellen von Lärmgutachten, die Verringerung der Kohlenstaubbelastung und des Verschmutzungsgrades sowie eine Prüfung und Verringerung der Umweltbelastung durch das Versprühen von Pestiziden gegen Unkraut insbesondere im Trinkwasserschutzgebiet.

Auf Wunsch vieler Anwesender erklärte sich Dr. Eva Hellmis gerne bereit, den Vorsitz der Bürgerinitiative zu nehmen, jedoch nur unter der Bedingung, dass sie stärkere Unterstützung bekäme. "Ich habe in den vergangenen drei Wochen so viel getan, das kann ich so nicht weiter leisten", erklärte sie. Des Öfteren habe sie bis 23 Uhr daran gesessen, das gemeinsame Anliegen voran zu treiben. Die Vorstandsmitglieder müssten also auch Zeit mitbringen, sich entsprechend zu engagieren.

Des Weiteren wurden gewählt: Jürgen Hartmann als stellvertretender Vorsitzender für Rheinberg, Helmut Gawel als Stellvertretender Vorsitzender für Duisburg und Ingrid Kostowski als Kassiererin. Beisitzer sind Burkhardt Schmidt und Jörg Hartmann (beide Rheinberg) sowie Peter Gehnen (Duisburg). Die Schriftführer werden jeweils bei den einzelnen Veranstaltungen bestimmt werden. Als Mitgliedbetrag wurden 24 Euro für Familien beziehungsweise 15 Euro für Einzelpersonen festgelegt. Allein 125 Mitglieder traten im Anschluss an die Gründung der Bürgerinitiative per Antrag bei.

"Es sind bereits Gespräche mit der NIAG und dem Umweltausschuss gelaufen. Alle sind gesprächsbereit und Geld ist auch da. Aber einer schiebt die Schuld auf den anderen", berichtete Dr. Hellmis. Die Vorsitzende rief alle Betroffenen auf, ihr Rückmeldungen zu geben, wo es sich lohnt, die durch den Bahnverkehr ausgelösten Emissionen und Vibrationen zu messen.

(RP/rl)
 
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