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Alpen
Burg für Alpener Kinder auf Sand gebaut

Alpen. Neuer Spielplatz an der von-Galen-Straße wird beim Streuobstwiesenfest eröffnet. Malwettbewerb war Ideenpool. Von Bernfried Paus

Alpen hat wieder eine Burg. Die wurde auf viel Sand gebaut und wartet darauf, dass sie bald von möglichst vielen kleinen Rittersleut' gestürmt wird. Die Burg ist das Prunkstück unter den Spielgeräten auf dem neuen Spielplatz, der im Sommer zwischen Mittelweg und von-Galen-Straße in unmittelbarer Nachbarschaft zur Streuobstwiese errichtet worden ist. Noch hat kein Kind das reizvolle Areal zum Spielen betreten. Offiziell eröffnet wird der 19. Spielplatz der Gemeinde Alpen, der ein Angebot an die vielen Kinder im Wohngebiet Ost sein soll, beim Streuobstwiesenfest am Samstag, 26. September.

Als Vorbotin weist bereits eine Ausstellung mit bunten Kinderzeichnungen im Rathaus auf das freudige Ereignis hin. Im Vorfeld der Planung des Spielplatzes hatte Nadine Jakobs, die sich im Rathaus um die Spielplätze kümmert, Kinder in den Kindergärten und Grundschulen gebeten, ihren Traumspielplatz zu malen. Die Idee zündete. Fast 100 fantasievolle Spielplatz-Bilder gingen ein und lieferten ein Bild davon, wie sich Alpener Knirpse ihr Spielparadies vorstellen.

"In fast allen Bildern waren eine Rutsche und eine Schaukel zu sehen", erzählt Nadine Jakobs. Die Mutter eines Sohnes griff die Anregungen der kleinen Künstler auf und hielt Ausschau nach Geräten, die den Vorstellungen der Kinder entsprechen.

So darf sich die zehnjährige Mia Weigt aus Alpen nicht nur über den Hauptgewinn im Malwettbewerb freuen - ein Nitendo 2DS -, sondern sie darf sich auch rühmen, die Ideengeberin zu sein für die Abenteuerburg, die einladend auf der noch gesperrten Anlage steht und umzäunt wird. Das zeigt zwar auch eine Arche für große und kleine Tiere. "Ein großes Piratenschiff wäre sich nicht schlecht gewesen. Aber so eins steht schon in der Bönninghardt", so Nadine Jakobs. Die bunten Türme auf dem Bild haben die Kinderspielplatz-Frau im Rathaus beim Blättern durch die Kataloge auf die Burg gebracht.

Dass das auch eine Anknüpfung an die Ursprünge des Dorfes ist, in dem einst eine hölzerne Burg auf dem Berg stand, ist das i-Tüpfelchen der schönen Idee. Nicole Jakobs hält die Umsetzung ihrer Pläne für gelungen und hofft, dass sie von den Kindern bestätigt wird. "Im Baugebiet wohnen einige", sagte sie, und gerät fast ins Schwärmen: "Auch der Evangelische Kindergarten liegt ganz in der Nähe. Es wäre schön, wenn die Kinder von dort aus aufbrechen, am Wasserspiel Am Dahlacker fröhlich rummantschen und dann die Burg auf dem Spielplatz einnehmen." Eine schöne Vorstellung, die Gedanken an die 50 000 Euro, die das Stück Familienfreundlichkeit gekostet hat, gar nicht erst aufkommen lässt.

Quelle: RP
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