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Rheinberg
"Café Albrechtshof" erzählt Stadtgeschichte

Rheinberg. Das Haus an der Rheinstraße 38 zählt sicherlich zu den schönsten Gebäuden in Rheinberg. Deshalb möchten Alexandra und Marcus Schiess, die hier seit 2009 leben und arbeiten, Rheinberger Bürger und Besucher einladen, das ganz besondere Ambiente zu genießen: Am Sonntag, 6. Dezember (2. Advent), eröffnen sie ab 10 Uhr ihr "Café Albrechtshof". Besucher dürfen sich auf Live-Musik freuen. Von Nicole Maibusch

Damit geben sie dem Gebäudekomplex den ursprünglichen Namen zurück und stellen den direkten Bezug zur bewegten Geschichte des Hauses her, das als das frühe Underberg-Stammhaus gilt. Denn Katharina Albrecht, Ehefrau von Firmengründer Hubert Underberg, brachte Geld mit in die Ehe ein. So wurde bei der Heirat 1846 die Firma H. Underberg-Albrecht gegründet. Ein wichtiges Stück Stadtgeschichte, das mit vielen Bildern, Postkarten und Zeichnungen aus der Vergangenheit im neuen "Café Albrechtshof" lebendig wird.

"Diese Historie wabert immer noch durchs Gemäuer", sagen schmunzelnd Marcus Schiess und dessen Vater Lutz Franke, der im Café mitarbeitet, backt und kocht. Zudem habe das Gebäude Anfang des 20. Jahrhunderts für einige Zeit das Amtsgericht beherbergt - ein weiteres Puzzleteil in der vielseitigen Geschichte des Hauses. Doch nicht allein der Name des Cafés, das Alexandra und Marcus Schiess bereits 2013 eingerichtet haben, hat sich geändert. Das Café findet sich nun dort, wo einst der Verkaufsraum war. Wichtigstes Argument für die Veränderung: der Kamin. "Wir wollten unserem Café eine warme, gemütliche - eben ,schokoladige' - Atmosphäre geben", begründet Marcus Schiess den internen Umzug. Zudem können Gäste nun vom Fenster zur Rheinstraße direkt bis in das kleine Atrium blicken.

Ansonsten ändert sich aber nichts, verspricht Lutz Franke: "Es gibt weiterhin selbst gebackenen Kuchen sowie täglich wechselnden Mittagstisch. Unter anderem werden deftige niederrheinische Gerichte angeboten." Zudem soll das "Café Albrechtshof" zum kulturellen Treffpunkt werden. "Wir möchten hier Lesungen, Kleinkunst und kleine Konzerte präsentieren", so Lutz Franke.

Quelle: RP
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