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Alpen
Computer-Spende für Flüchtlingshilfe

Alpen: Computer-Spende für Flüchtlingshilfe
Freuten sich bei der Übergabe der Computer (sitzend von links): Sayed Islam Sadat, Marie Lövenich, Karl-Heinz Hemmerich, Sayed Roman Sadat sowie (dahinter von links) Bürgermeister Thomas Ahls, Marco Giesen und Patrick Depuhl FOTO: Fischer
Alpen. Firma Landgard aus Straelen unterstützt die Helfer in Alpen. Ein afghanischer Filmemacher freut sich besonders. Von Peter Kummer

Die Flüchtlingshilfe kann jetzt in der Arbeit mit den Asylbewerbern auch 13 Notebooks einsetzen. Die Firma Landgard aus Straelen-Herongen hat für ihre Zwecke 14 gebrauchte aber voll funktionstüchtige Rechner gespendet und übergeben.

Damit eröffnen sich für die Arbeit mit den von der Flüchtlingshilfe betreuten Menschen neue Möglichkeiten. "Wir stehen noch in den Anfangsplanungen, wie wir die Notebooks einsetzen", sagte der Vorsitzende der Flüchtlingshilfe, Patrick Depuhl. Doch erste Vorstellungen gehen in Richtung Bildung und Ausbildung, indem spezielle Sprachprogramme eingesetzt werden. Außerdem könne mit Hilfe der Geräte per Internet die Verbindung mit der alten Heimat und den dort verbliebenen Freunden und Familienangehörigen aufrecht erhalten werden.

Landgard ist eine deutsche Erzeugergenossenschaft und Vermarktungsorganisation für Blumen, Pflanzen, Obst und Gemüse. Rund 3200 Erzeuger haben sich in der Genossenschaft zusammengeschlossen. Das Unternehmen von der niederländischen Grenze beliefert den Fachgroß- und Einzelhandel sowie deren Filialen vom Baumarkt bis zum Supermarkt. Der Kontakt zur Flüchtlingshilfe und so die Spende kamen über Marco Giesen zustande. Der Alpener, ehrenamtlich stellvertretender Leiter der Freiwilligen Feuerwehr und beruflich Landgard-Angestellter, vermittelte die drei Jahre alten Rechner.

Derzeit leben rund 230 Flüchtlinge in Alpen. Das sind etwa 60 weniger als auf dem Höchststand. Zuweisungen des Landes gibt es kaum noch. In der Flüchtlingshilfe selbst arbeiten etwa 150 Personen mit, die vielen Helfer etwa bei Einrichtungen wie der Tafel oder der Kleiderkammer eingeschlossen.

Marie Löwenich organisiert die Spenden. "Ich bin sehr überrascht über die große Spendenbereitschaft", sagt sie. "Es ist überwältigend." Was reinkommt, wird unter den Bedürftigen verteilt. Was nicht gebraucht wird, geht an die Evangelische Kirchengemeinde. "Weggeworfen wird nichts." Aktuell sucht sie ganz dringend Kleidung der kleinen Größen S und M.

Eayed Islam Sadat kann das Notebook gut gebrauchen. In Afghanistan hat er einen langen Film gedreht, "ein politisches Romeo und Julia", sagt er, mit Eindrücken von der Hauptstadt Kabul, die man so nicht kenne. Gesprochen wird Farsi, die Sprache der Einheimischen. Auf Englisch existiert auch eine Version. Nun möchte der 24-jährige IT-Experte sein Werk mit deutschen Untertiteln versehen, um ihn in Alpen zu zeigen. Da kommt die Notebook-Spende gerade recht. Voraussichtlicher Aufführungstermin ist am Ende des Fastenmonats Ramadan, vermutlich am 7. Juli.

Quelle: RP
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