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Unwetter in Rheinberg
Dachstuhl brennt nach Blitzeinschlag aus

Rheinberg: Feuerwehr löscht Dachstuhl-Brand
Rheinberg: Feuerwehr löscht Dachstuhl-Brand FOTO: Plien
Rheinberg. In Rheinberg ist am späten Mittwochnachmittag der Dachstuhl eines Hauses nach einem Blitzeinschlag in Brand geraten. Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann. Von Uwe Plien

Der Donnerschlag Mittwochnachmittag um 16.34 Uhr war so laut und gewaltig, dass er vielen Rheinbergern in die Glieder fuhr und sie zusammenzuckten. Es folgte ein greller Blitz. Als nur Sekunden später die Sirenen im Stadtgebiet ansprangen, war jedem klar: Dieser Blitz ist irgendwo eingeschlagen. Ein paar Minuten, und schon stand eine dichte, weithin sichtbare Rauchwolke über dem Annaberg. Martinshörner heulten auf. Der Blitz hatte das Haus Grote Gert 29 erwischt.

Ein Reihenhaus gleich gegenüber der Grundschule Rheinberg, das von einem Mann bewohnt wird. Er erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung. Der Dachstuhl des Hauses, auf dem sich eine Antenne befindet, stand komplett in Flammen. Es sei gut möglich, dass der Blitz in diese Antenne eingeschlagen ist, wurde gemutmaßt.

Es dauert nur wenige Minuten, da waren die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rheinberg schon zur Stelle – mit vier Fahrzeugen und der Drehleiter, die sofort vor dem Brandhaus postiert wurde. Während Schläuche ausgerollt und die Wasserversorgung geregelt wurde, kletterte ein Feuerwehrmann in den Korb und begann rasch damit, den kräftigen Wasserstrahl auf das Dach zu richten. Die Flammen erwiesen sich als hartnäckig. Noch mehr als eine halbe Stunde später loderte das Feuer. Auch die Polizei und der Rettungsdienst des Deutschen Roten Kreuzes waren vor Ort.

Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann. Als sich ein unter Wasserdruck stehender Schlauch löste, wurde der Mann offenbar vom Schlauchstutzen getroffen. Der Rettungsdienst kümmerte sich sofort um den benommen wirkenden Helfer. Die Polizei riegelte die Straße Grote Gert ab. Viele Anwohner verfolgten die Löscharbeiten, ohne die Einsatzkräfte bei der Arbeit zu behindern. "Ist jemand von dem Feuer verletzt worden?", fragte ein besorgter Anwohner der Straße, die die Polizei abgeriegelt hatte. "Nicht? Das ist das Wichtigste. Ein Glück."

Die Polizei in einer ersten Schätzung am Abend davon aus, dass der Sachschaden bei rund 100.000 Euro liegt. Ob das Haus noch bewohnt werden kann, steht noch nicht fest. Die Ermittlungen laufen.

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