| 00.00 Uhr

Rheinberg
Damit es im Unterricht an nichts fehlt

Rheinberg. Die Schulmaterialkammer der Kolpingsfamilie Rheinberg unterstützt wieder die Kinder bedürftiger Familien. Dank zahlreicher Spenden können die Initiatoren Hefte, Stifte, Füller oder Malkästen kaufen. Es gibt drei Ausgabetermine. Von Uwe Plien

Für die Mitglieder der Projektgruppe "Schulmaterialkammer" hat das neue Schuljahr im Prinzip schon begonnen. Das Ziel ist klar, so Achim Jüngst: "Jedes Kind soll die Schulmaterialien haben, die es benötigt. Auch wenn die Eltern nicht genug Geld haben, um alles das zu kaufen, was die Schulen für den Unterrichtsbeginn erwarten."

Im vergangenen Jahr hat das Sozialprojekt der Kolpingsfamilie Rheinberg mit Unterstützung des Caritasverbandes Moers-Xanten erstmals geholfen. "Wir haben 117 Kinder aus den Klassen eins bis sechs ausgestattet", so Achim Jüngst. "Inzwischen hat sich herumgesprochen, was wir machen, so dass die Nachfrage diesmal sicher größer ist." Hefte, Stifte, Füller, Malkästen, Zirkel oder Kleber wurden von Spendengeldern angeschafft und an Schüler ausgegeben.

Auch jetzt hat das sechsköpfige Planungsteam wieder die Bedarfslisten der Schulen ausgewertet, um ganz gezielt ihre Lagerbestände aufzufüllen. Dazu ist jede Spende willkommen. Die Sparkasse am Niederrhein gab jetzt 500 Euro. Der Verein Niederrheinischer Weihnachtsmarkt Budberg steuerte 300 Euro bei. "Wir freuen uns, die Kolpingsfamilie bei ihrer Arbeit materiell unterstützen zu können", sagt Bernd Mussmann, Vorsitzender des Weihnachtsmarkt-Vereins.

Eine stattliche Spende in Höhe von 700 Euro übergab jetzt Punto-Wirtin Fränzi Bröcking in ihrem Rheinberger Lokal an die Initiative. "Das Geld stammt von unseren Gästen", unterstrich sie. "Bei einem Tippspiel zur Fußball-EM kamen 645 Euro zusammen. Weil es keinen Sieger gab, entschieden sich die Tipper, das Geld zu spenden. Wir vom Punto haben die Summe dann auf 700 Euro aufgerundet." Neben Einzelspenden von Privatpersonen unterstützten auch die Firmen Aumund, "Das Auto Der Wein" Gardemann, Jürgen Görgen, Papier Hilt, Schubert-Optik sowie die Gudrun-Hertel-Stiftung die Schulmaterialkammer.

Achim Jüngst: "Sehr dankbar sind wir Klaus Neumann von der Buchhandlung Schiffer-Neumann. Er hat alle Materialien für uns bestellt, ohne selbst einen Cent daran zu verdienen. Das ist nicht selbstverständlich." Die Initiatoren verzeichnen einen leichten Anstieg bei der Anzahl der Spender. "Allerdings", so Achim Jüngst, "nicht alle, die im vergangenen Jahr gespendet haben, waren jetzt auch wieder dabei. Das ändert sich."

Handzettel mit den Ausgabeterminen 18., 22. und 25. August im ehemaligen Konvikt an der Lützenhofstraße 9 (Eingangsbereich der Stadtbibliothek) sind bereits gedruckt. Achim Jüngst erklärt den Ablauf: "Sozialarbeiter der Caritas prüfen den Bedarf, und danach stellen wir ganz individuell die Sachen zusammen, die fehlen." Diesmal werde genau hingeschaut, wer im vergangenen Jahr bereits etwas bekommen hat - und vor allem was. Knapp 20 ehrenamtliche Helfer sind für die Schulmaterialkammer aktiv.

Auch Pastoralreferent Georg Welp gehört zum Team. Er weist daraufhin, dass die Eltern der Kinder einen kleinen Eigenanteil leisten müssen. Katja Jüngst ist etwas Anderes wichtig: "Wir geben keine Tornister aus. Das wäre logistisch und finanziell nicht möglich."

Wer bedürftige Schüler unterstützen möchte, kann eine Spende auf das Konto der Pfarrgemeinde St. Peter überweisen: IBAN DE08 3545 0000 1560 1107 75, Verwendungszweck "Schulmaterialkammer".

Kontakt Tel. 0177 1627825, E-Mail schulmaterialkammer-rheinberg@web.de

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rheinberg: Damit es im Unterricht an nichts fehlt


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.