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Rheinberg
Das Freibad wird zum gallischen Dorf

Rheinberg: Das Freibad wird zum gallischen Dorf
Das Wasser hatte 23 Grad. Da ließ es sich auch bei Regen ganz gut im Underberg-Freibad aushalten. FOTO: Arnulf Stoffel
Rheinberg. Ferienkompass: Vom Regen am Samstag ließen sich die Teilnehmer des DLRG-Sommerlagers nicht den Spaß verderben. Von Erwin Kohl

Ganz Berka war von den Römern besetzt... Ganz Berka? Nein! Ein von unbeugsamen Kindern bevölkertes Underberg-Freibad probte am Wochenende mit reichlich Zaubertrank versehen den Widerstand. Dass der Zaubertrank in Wirklichkeit profaner Fruchtsaft war und der Wildschweinbraten durch Hamburger und Spaghetti Bolognese ersetzt wurde, störte die Teilnehmer des 24. DLRG-Zeltlagers im Rheinberger Freibad überhaupt nicht. Das stand in diesem Jahr unter dem Motto "Asterix und Obelix", dementsprechend gestalteten sich auch die Aktivitäten. "Gestern haben wir den Band ,Asterix bei den Griechen' nachgespielt und eine Olympiade veranstaltet", erklärt Helena Hoster vom ehrenamtlichen Betreuerteam.

Auf griechisches Wetter mussten die 21 kleinen Gallier im Alter von sieben bis elf Jahren am Samstag allerdings verzichten. Regen und mäßige Temperaturen brachten dafür einen unschätzbaren Vorteil mit sich. "Normalerweise ist das Freibad um diese Zeit rappelvoll, heute haben wir es für uns alleine", freut sich Helena Hoster. Bei einer Wassertemperatur von angenehmen 23 Grad lässt es sich auch unter Wolken baden. "Das Schwimmbad ist das Beste an dem Zeltlager. Gleich nach dem Mittagessen gehe ich ins Wasser", sagt Philipp. Dafür brauchte der Zehnjährige allerdings zunächst Losglück. "Jeweils zwei Betreuer und drei Kinder werden für den Spüldienst ausgelost. Drücken kann sich keiner, jeder kommt einmal dran", berichtet Hoster.

Diesmal hat es Sami erwischt. Die Freude darüber hält sich in engen Grenzen: "Da muss ich wohl durch. Zu Hause macht das meine Schwester, aber die war schon dran." Sollte Sami zuvor noch freiwillig den Tisch abräumen oder für Ordnung im Zelt sorgen, würde das einen Pluspunkt für die Jungen des Asterix-Zeltes geben. "Wenn einer Blödsinn macht, bekommt die Gruppe einen Minuspunkt. Für den Sieger gibt es am Ende eine Urkunde. Gerade die Jungen sind erpicht darauf, besser als das Obelix-Zelt der Mädchen oder unser Miraculix-Team zu sein", sagt Helena Hoster.

Für den Ferienspaß in der Gemeinschaft nahmen die Kinder in Kauf, dass Süßigkeiten und Handys unbedingt zu Hause bleiben mussten. Hoster: "Handys verstärken nach unseren Erfahrungen aufkommendes Heimweh." Mit dem Spielemobil vom Zuff, Fußball, Federball und Abenteuern sorgten die DLRG-Betreuer für kurzweilige Unterhaltung und manche Diskussion. Etwa nach dem Spiel "Capture the Flag", bei dem die drei Teams ihre Flagge "sichtbar verstecken" mussten. "Die Betreuer haben nur gewonnen, weil sie ihre Fahne im Gebüsch versteckt haben", ist Sami überzeugt, während die Sieger schwören, das Objekt der Begierde sei dort unglücklich hinein gerutscht. Für Lukas, der zum zweiten Mal am DLRG-Zeltlager teilnimmt, ist das unerheblich: "Das Schöne ist doch, dass wir den ganzen Tag über draußen sind."

Quelle: RP
 
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