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Rheinberg
Das Projekt "Trommelwirbel" ist was für Jungs

Rheinberg. Eine Woche lang lernten Zweit- bis Viertklässler an der St.-Peter-Schule alles über Trommelbau, Musik und Theater. Von Svenja Jesse

"Jetzt geht's los! Vorhang auf!", rufen 16 Jungs aus der Offenen Ganztagsschule (OGS) der St.-Peter-Grundschule. Die macht keine Ferien. Sie schlagen dabei im Takt auf buntbemalte Trommeln. "Jetzt geht's los! Vorhang auf!" Und dann geht es los.

Das Foyer gleicht einer Theaterbühne. Tücher in unterschiedlichen Grüntönen liegen auf dem Boden oder hängen von der Decke und über Bänke. Die Trommeln stehen ordentlich aufgereiht an der Seite. Der Rest des Raumes ist mit Bänken und Stühlen gefüllt, auf denen Eltern und Geschwister schon gespannt warten.

"Der Rheinberger Stadtpark ist unheimlich, es hat geregnet und alles ist ganz matschig...", beginnt Theaterpädagoge Wilhelm Neu die Geschichte. Als Erzähler führt er durch das kurze Musiktheaterstück über die "ekeligen" Tiere des Stadtwaldes, die sich treffen und von ihren Problemen erzählen, Freunde zu finden. "Wir haben keine Freunde, weil alle denken wir würden ihnen das Blut aussaugen", heißt es da zum Beispiel von den Fledermäusen. Die Lösung ist ganz einfach: "Wir machen gemeinsam Musik!" So wird gemeinsam mit dem Publikum "Always look on the bright side of life" gesungen, getrommelt und getanzt.

Das Theaterstück war der Abschluss der Intensiv-Woche des Projektes "Trommelwirbel" an der OGS der Grundschule St. Peter in Rheinberg (RP berichtete). Das Angebot richtete sich vornehmlich an die Jungen. "Wenn Jungs Auffälligkeiten zeigen, dann werden sie eher diszipliniert als Mädchen, weil sie den Rhythmus stören. Wir wollten den Jungs eine Möglichkeit geben, sich mal in einer Jungengruppe zu treffen", erklärt Bernhard Hülsken, Initiator des Projektes.

Im Rahmen dessen werden Bastian Stobrawe und Monika van Briel von der OGS als "Jungenbegleiter" ausgebildet. Sie werden das Projekt im nächsten Schuljahr als AG weiterführen und als Ansprechpartner für Jungen da sein. "Es wäre schön, wenn andere Schulen von dem Projekt hören und auch etwas für die Jungenarbeit tun", so Hülsken.

Quelle: RP
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