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Rheinberg
"Der Bullenkrieg" lässt kein Auge trocken

Rheinberg: "Der Bullenkrieg" lässt kein Auge trocken
Schwarz-rotes Doppel: Pfarrer (Andrea Sprünken) im Zwiegespräch mit dem Bürgermeister (Gabi Behrens) FOTO: Daskutah
Rheinberg. Drei Aufführungen: Die Theatergruppe St. Ulrich in Milligen fiebert der Premiere am Sonntag im Pfarrheim entgegen. Von Sassan Dastkutah

Neulich im St.-Anna Pfarrheim: Zehn gut gelaunte Schauspielerinnen sitzen zusammen und besprechen das Theaterstück "Der Bullenkrieg" von Winfried Pohl. Die Frauen, fast alle aus Millingen, gehören zur Theatergruppe St. Ulrich. Premiere für den Bullenkrieg ist am Sonntag, 6. März, im Pfarrheim.

Noch zwei Proben bis zur Aufführung. Nervosität? Keine Spur. Im Gegenteil: Ehe es auf die Bühne geht, wird ein Glas Sekt oder Orangensaft getrunken. "Vitamine sind gut", sagt eine Akteurin lachend. Dann stoßen die Frauen an. "Das machen wir immer vor der Probe. Das ist Tradition", sagt Monika Willert. Ihre Mutter hat schon bei den Millinger Theaterfrauen gespielt. Es wird auch geknabbert. Karotten, Käsehäppchen, Schokolade.

Die sympathischen Miminnen lassen es sich bei der Probe gut gehen und sind bester Laune. Dann schmeißen sich die Damen in ihre Kostüme. Plötzlich steht ein Pfarrer im Pfarrheim. Ihn verkörpert Andrea Sprünken. Die Akteurinnen nehmen ihre Position auf der Bühne ein. Schon beginnt das lustige Spiel um zwei streitende Bürgermeister.

Die Streithähne zoffen sich wegen eines ausgebrochenen Stiers, der sein Unwesen in der Nachbargemeinde treibt und sogar den Pfarrgarten zerstört. Die Gruppe nach Alpen und Rheinberg holt, so dass die Burgschänke oder das Rheinberger Stadthaus im Stück auftauchen. Die Darstellerinnen haben richtig Spaß. Die Texte sitzen. Nur hier und da hakt's noch ein wenig. Aber bis Sonntag sitzt das. Und da gibt es ja auch noch Souffleuse Susanne Franken, die den Schauspielerinnen bei Aussetzern den Text zuflüstert. Regieanweisungen werden spontan eingebaut. Kurz diskutiert die Truppe die Abläufe auf der Bühne. Schnell herrscht Einigkeit, zum Beispiel über das Auftreten des Pfarrers. Andrea Sprünken kommt polternd auf die Bühne. Sie stampft so feste auf, dass sich ihr Gegenüber Gabi Behrens alias Rheinbergs Bürgermeister Gustaf erschreckt. Die Schauspielerinnen, die noch nicht an der Reihe sind, lachen.

Die Besucher erwartet ein Bühnenspaß mit Witz, Charme und super gestikulierenden Schauspielerinnen. Das Stück wird am Sonntag, 6. März, im St. Anna Pfarrheim um 16 Uhr aufgeführt. Beginn ist um 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen; Voranmeldung bei der St.-Ulrich-Bruderschaft. Am Mittwoch, 9. März, ab 15 Uhr ist Seniorennachmittag. Und am Freitag, 11. März, geht der Vorhang für alle ab 19.30 Uhr auf. Eintritt ist frei. Kaffee und Kuchen gibt es ab 19 Uhr für eine kleine Spende.

Quelle: RP
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