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Alpen
Der Bypass für Burgstraße ist im Bau

Alpen: Der Bypass für Burgstraße ist im Bau
Die Arbeiten an der Ost-Tangente sind in vollem Gange. Ende des Jahres soll die Trasse fertig sein. Denn sie wird dringend gebraucht, wenn Anfang nächsten Jahres die Burgstraße für rund Monate dicht ist. FOTO: Fischer, Armin (arfi)
Alpen. Der Verlängerung der von-Dornik-Straße erschließt das neue Baugebiet Alpen-Ost. Hier ist Platz für 100 Häuser. Von Bernfried Paus

Bagger und schwere Maschinen gehören zum Ortsbild in Alpen. - nicht nur mitten im Dorf, auch in der zweiten Reihe ist mächtig was in Bewegung. Nur die Archäologen bremsen den Fortschritt ein wenig. Die sind hier auf die Spuren einer frühchristlichen römischen Siedlungsanlage gestoßen. Doch im Bauamt herrscht Zuversicht, dass die Verlängerung der von-Dornik-Straße als erster großer Schritt auf den Weg zum Neubaugebiet Alpen-Ost bis Ende des Jahres getan ist.

So sieht der Plan für Alpen-Ost aus: links oben das Baufeld für rund 100 Häuser, rechts unten das blaue Feld die Fläche fürs neue Gerätehaus der Feuerwehr. FOTO: Armin Fischer

Dass der Zeitplan passt, ist auch deshalb wichtig, weil Anfang nächsten Jahres die Dorfader Burgstraße bis zu drei Monate lang komplett dicht gemacht wird, um dann rechtzeitig vor der Eröffnung der Amaliengalerie den neuen Brückenschlag über die offengelegte Alp'sche Ley zu machen. Dann ist die Tangente als Bypass lebensnotwendig fürs Dorf. 665 Meter Straße - 12,25 Meter breit, davon sieben Meter Fahrbahn - werden von der Graf-Gumprecht-Straße bis zur Burgstraße gebaut. Von den 7400 Quadratmetern Fläche, die versiegelt werden, werden 5200 asphaltiert; der Rest wird gepflastert. Die Trasse ist auch der Einstieg in die Realisierung der alten Idee, eine "innerörtliche Umgehung" zu schaffen, die den Ortskern von Verkehr spürbar entlasten soll. In den Schubladen liegen Pläne, die Trasse über die Bahnhofstraße hinaus dem Schienenstrang entlang bis Menzelen zu treiben. "Doch bis dahin werden bestimmt 20 Jahre ins Land gehen", sagt Walter Adamas, im Rathaus Fachbereichsleiter Bauen. Vorerst ist am Bahnübergang Schluss. Zunächst wird jetzt der Mutterboden abgeschoben, dann geht's in die Erde, um neben dem Kanal auch Versorgungsleitungen zu legen. Unterirdisch geht die Gemeinde Alpen neue Wege. Nicht nur, dass die neue Tangente die Datenautobahn in sich trägt, weil hier Breitbandkabel bis an jede Haustür verlegt werden. Auch bei der Energieversorgung setzen die Verantwortlichen auf eine klimafreundliche Variante. Nahwärmeleitungen liefern in die gut 100 geplanten Häuser heißes Wasser.

Das ist Abfallprodukt des Blockheizkraftwerkes, das in Höhe der Taubenhalle entstehen soll. Die stromproduzierenden Turbinen sollen mit Bio-Gas befeuert werden. Der noch junge Lieferant für das zukunftsweisende Energiepaket heißt EVA - ein Zögling aus öffentlich-privater Partnerschaft. Das Kürzel steht für Energieversorgung Alpen. Erschlossen werden jetzt schon die Stichwege zu den neuen Asylunterkünften auf Höhe der Turnhalle und das für das neue Feuerwehrgerätehaus vorgesehene Gelände unterhalb des Fußballplatzes im Winkel zwischen Tangente und Einmündung in die Burgstraße.

Nächstes Jahr werden die Grundstücke für rund 100 Einfamilien- und Doppelhäuser erschlossen, die dann auf den Markt gehen. Ein erster Häuslebauer setzt bereits Stein auf Stein, ein zweiter steht in den Startlöchern. Da die beiden Grundstücke an die bebaute Graf-Gumprecht-Straße andocken, müssen sie nicht erst auf Nahwärme warten. Die anderen Häuslebauer werden erst ab Mitte nächsten Jahres ihre Bauanträge stellen können. Dann sollte auch die archäologische Spurensicherung abgeschlossen sein. Die schmälert übrigens die Einkünfte der Gemeinde aus dem Verkauf der Grundstücke spürbar. Es zeichnet sich ab, dass die im Haushalt bereitgestellten Mittel ( etwa 130 000 Euro) am Ende nicht reichen. "Das wird von der weiteren Befundlage abhängen", so Adams.

Er freut sich auf den Tag, an dem auf der Ost-Tangente der Verkehr rollt: "Dann sind der Spuk mit den verstopften Straßen und die Prügel, die wir dafür einstecken mussten, endlich vorbei." Mit der Hoffnung auf fließenden Verkehr im Dorf ist Adams in Alpen nicht allein.

Quelle: RP
 
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