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Alpen
Der große Waldspielplatz ist gefegt

Alpen: Der große Waldspielplatz ist gefegt
Schwindelfrei: Fassadenkletterer John van der Wielen rückte dem Dach des Pavillons zu Leibe, damit auch schwer zugänglich Ecken sauber sind. FOTO: Armin Fischer (arfi)
Alpen. Bönninghardter Verein für Natur und Brauchtum hat den Frühjahrsputz erledigt. Neue Rutsche ist im Juni startklar. Von Erwin Kohl

"Unser Waldspielplatz ist mit einer Gesamtfläche von 12.000 Quadratmetern der größte Spielplatz am gesamten Niederrhein", erklärt Marco Eikschen vom Bönninghardter Förderverein für Natur und Brauchtum nicht ohne Stolz. Um den "in Schuss zu halten", bedarf es schon einer Menge an gutem Willen und vor allem Arbeitseinsatz. Seit mehr als 30 Jahren bittet der Verein daher nach dem Winter freiwillige Helfer zur "Frühjahrs-Aufräumaktion" auf das Gelände an der Van-Laer-Straße.

Um mangelnde Resonanz brauchte sich der Förderverein noch nie Sorgen machen. So standen auch am vergangenen Samstag bereits am frühen Morgen 35 Bönninghardter, mit Rechen, Schüppen und Schubkarren bewaffnet, zum Frühjahrsputz bereit. Der Grund dafür ist ganz einfach: Die "Heier" sind stolz auf ihr Kinderparadies.

"Der Bönninghardter Waldspielplatz ist ein Vorzeigeobjekt und selbst Anfang März schon gut belegt", erzählt Herbert Oymann. Dabei ist das kinderfreundliche Areal längst über den Niederrhein hinaus bekannt. "Wenn man bei gutem Wetter über den Parkplatz geht, sieht man Autokennzeichen aus Dortmund, Gelsenkirchen oder Oberhausen. Unseren Spielplatz kennt man im gesamten Ruhrgebiet", bestätigt auch Marco Eikschen.

Trotz des enormen Andrangs hält sich die Aufräumaktion, was das Müllaufkommen betrifft, in Grenzen. Hier und dort mal ein leeres Trinkpäckchen, von Kindern zurückgelassen, oder eine Plastiktüte, das war's. Die meiste Arbeit machen natürliche Hinterlassenschaften. Zehn große Anhänger voller Laub haben die Helfer auf dem weitläufigen Areal zusammengekehrt und zum Komposthaufen im Wäldchen gebracht.

Daneben mussten sämtliche Spielgeräte gründlich gereinigt, überprüft oder - was den klassischen Sandkasten angeht - neu befüllt werden. Dabei konnten selbst die Spielplatz-Experten aus der Bönninghardt noch was lernen. "Es stellte sich heraus, dass wir bislang feinporigen Sand als Fallschutz im Sandkasten haben. Damit die Kinder aber einen ordentlichen Sandkuchen backen können, muss da Förmchen-Sand rein. Den gibt es wirklich und auch noch mit DIN-Norm", hat Alexander Kröll erstaunt festgestellt. Die nötige Unterstützung für Anschaffungen wie dieser oder neuer Spielgeräte erfahren die Bönninghardter im Rathaus.

Der Bauhof hat schon 220 Meter Elemente bereitliegen, um den in die Jahre gekommenen Jägerzaun zu ersetzen. Sobald die Nächte frostfrei sind, sollen die Fundamente dafür gesetzt werden, natürlich mit tatkräftiger Unterstützung des Fördervereins und seiner Mitglieder. Ein absoluter Höhepunkt auf dem Gelände war 45 Jahre lang die acht Meter lange Rutsche. Im vorigen Jahr musste sie aufgrund erheblicher technischer Mängel beseitigt werden. Daher wurde gute Nachricht von CDU-Ratsherr Herbert Oymann begeistert vernommen: "Die neue Rutsche ist genehmigt und wird am 25. Juni freigegeben."

Für die nötige Stärkung der Helfer in der Mittagspause sorgten wieder die kfd-Frauen der Pfarrgemeinde St. Vinzenz.

Quelle: RP
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