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Rheinberg
Der Kommissar geht um im Alten Rathaus

Rheinberg: Der Kommissar geht um im Alten Rathaus
Kommissar Hubert Knobel - die Ähnlichkeit mit einem bekannten Bühnen-Komiker ist voll beabsichtigt - ermittelt im alten Gemäuer, in dem sich merkwürdige Dinge zutragen. FOTO: Trägerverein
Rheinberg. Tag der offenen Tür im historischen Gemäuer. Ermittler bei der Arbeit: Gesucht werden viele neue Ideen für die künftige Nutzung. Von Nicole Maibusch

Fragt man nach den Wahrzeichen von Rheinberg, rangiert das Alte Rathaus mit seinem Zwiebeltürmchen wohl unangefochten auf Rang 2 - direkt hinter dem Underberg-Palais. Keine Frage: Den gotischen Backsteinbau kennt jeder. Aber wahrscheinlich nur die markante Außenansicht. Denn nach dem Auszug des Jugendamtes vor einigen Jahren war das altehrwürdige Gemäuer lange verwaist. Da soll sich ändern. Der Trägerverein Altes Rathaus Rheinberg öffnet am Sonntag, 3. Juli, von 10 bis 17 Uhr die Pforten des historischen Gebäudes. Große und auch kleine Rheinberger sind eingeladen, die Geheimnisse der Geschichte zu entlocken und gleichzeitig Ideen für die Zukunft zu entwickeln.

Aber Vorsicht: Die Tour durchs Gebäude verlangt starke Nerven. Im Alten Rathaus gehen merkwürdige Dinge vor sich. Am Tatort ermittelt der kautzig-komische Hauptkommissar Hubert Knobel - Boah, glaub'se, jegliche Ähnlichkeit mit einer beliebten Kultfigur ist zufällig beabsichtigt -, der auf sachdienliche Hinweise aus der Bürgerschaft zur Auflösung der Ereignisse angewiesen ist.

"Um das Nutzungskonzept vorzustellen, inszenieren wir kleine Tatorte", erläutert Ludger Jackowiak vom Trägerverein. So sind im Untergeschoss ein Nudelholz mit Haar-Resten sowie die Verpackung einer Tiefkühlpizza zu finden. Der Koch, der statt frischer Teigfladen billige Fertigware servieren wollte, hat sich aus dem Staub gemacht. Damit ist klar: Hier soll mal eine Küche entstehen. Die kleine Szene soll lediglich eine Art "Trigger" für Besucher sein, ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen: Welche Spezialitäten könnten hier künftig zubereitet werden?

"Niemand sollte mit seinen Ideen hinterm Berg halten, wir wollen ja möglichst viele Anregungen sammeln", so Jackowiak (Luja) über das Konzept des Tages der offenen Tür. Dringend gesucht werden beispielsweise neue Andenken, die im "Rheinberg Kiosk" verkauft werden können. "Es gibt ja noch nicht mal Aufkleber", sagt Luja, der überzeugt ist: Jeder Besucher kann ein oder mehrere Puzzleteile zur künftigen Nutzung beitragen. Auch Kinder, für die es auf der zweiten Etage viel zu entdecken gibt, können das. Es wartet ein Lügendetektor auf die kleinen Gäste, ebenso ein Rätsel rund ums Alte Rathaus. Außerdem muss man einen "Laserparcours" aus bunten Wollfäden überwinden.

"Die szenischen Stationen wurden von verschiedenen Rheinberger Unternehmen gesponsort", so Luja, der hofft, mit der Aktion weitere Mitstreiter für den bislang rund 50 Mitglieder starken Trägerverein zu finden.

Der Tag der offenen Tür ist ein ungewöhnlicher Aufruf an alle mitzuentwickeln und mitzugestalten. Am Ende muss ausgewertet werden, was überhaupt gefragt ist und was umgesetzt werden kann.

Quelle: RP
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