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Rheinberg
Der Mittelpunkt von Alpsray

Rheinberg. Alpsray Ein Gotteshaus und ein Gasthof – das braucht jeder Ort am Niederrhein. Eine eigene Kirche hatte Alpsray nie. Aber immerhin einen Gasthof. Doch als im Jahre 1984 das Traditionslokal Peschges seine Pforten schloss, war die Stimmung im Keller. Das dörfliche Vereinsleben drohte ins Schlingern zu geraten. Aus der Not machten die WestRheinberger eine Tugend: Man gründete den Trägerverein Alpsrayer Bürgerzentrum. Von Waltraud Willeke

Nun feierte man das 25-jährige Bestehen mit einer zünftigen Feier. "Heute möchte keiner mehr auf die Aktivitäten des Trägervereins verzichten. In bester Zusammenarbeit mit allen anderen ortsansässigen Vereinen und Institutionen existiert nun ein vielfältiges Angebot an gesellschaftlichen Aktionen und Aktivitäten", informierte Hans Peter Götzen, Vorsitzender des Trägervereins, anlässlich des Jubiläums. Er kann heute auf 350 Mitglieder verweisen.

Zahlreiche Gäste

Zahlreiche Gäste kamen zum Jubiläumsfest. Zu den flotten Rhythmen der Klever Band "Al Dente" wurde im Saal bei Disco-Sound eifrig getanzt. An der gemütlichen und geräumigen Theke gönnte man sich ein Getränk, wurde von alten Zeiten erzählt. Als ideale Ergänzung dazu hatte Thomas Monschke, stellvertretender Geschäftsführer, eine ansprechende Video-Show vorbereitet, die auf einer Großleinwand die Anfänge des Trägervereins dokumentierte. Bis 1984 war der gesellschaftliche Mittelpunkt von Alpsray die Gaststätte "Peschges". "Da fand alles statt", erinnerte man sich beim Thekengespräch, ob "Danz op de Deel" auf knarrendem Holzdielenboden oder Feiern der Pumpennachbarschaften wie auch der traditionelle "Fasteloowend".

Im Oktober 1984 trafen sich einige engagierte Bürger, die das aktive Vereinsleben von Alpsray erhalten wollten. Zu diesem Zeitpunkt stand die alte Schule leer, wurde von der Stadt Rheinberg zur Verfügung gestellt und die erste ordentliche Mitgliederversammlung terminierte man auf den 29. März 1985.

Mit Muskelhypothek

Als erster Vorsitzender agierte Hartmut Hennig; 130 Bürger begeisterten sich damals spontan für die Idee. Ein Jahr später übernahm Theo Lisken den Vorsitz und mit der Muskelhypothek von zahlreichen Ehrenamtlichen baute man zunächst das ehemalige Schulgebäude als Bürgerzentrum um. Dort begann auch die Geschichte des Alpsrayer Kindergartens, der auf einer Elterninitiative basiert. Im Jahre 1993 plante man den Bau eines neuen Bürgerzentrums und Kindergartens. Theo Hölters spendete das Vereinsgelände. Vier Jahre später fand die festliche Eröffnung mit Gastronomie, dem großen Saal, einem Vereinsraum, einem Biergarten, zwei Kegelbahnen und einem Schießstand für die Schützen statt. Im September 1999 eröffnete man die erste integrative Gruppe im Kindergarten.

Quelle: RP
 
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