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Alpen
Der Pfadi-Trödel ist ein Wachstumsmarkt

Alpen: Der Pfadi-Trödel ist ein Wachstumsmarkt
Der Trödelmarkt der Pfadfinder in Alpen genießt einen guten Ruf. Es war jede Menge los im Pädagogischen Zentrum. FOTO: Armin Fischer
Alpen. 45 Verkaufstische im Schulzentrum bedeuten einen neuen Rekord. Die Kunden kommen aus der ganzen Region. Von Peter Gottschlich

Am Sonntag verwandelte sich das Pädagogische Zentrum in einen großen Basar. Bei der Pfadfinderbörse feilschten Händler und Käufer, bis sie sich auf einen Preis für den Ralph-Lauren-Strampler, die Lillieffee-Tasche oder das Big- Bobby-Car geeinigt hatten. Geschätzte 600 Besucher lockte die traditionelle Börse an, die für viel Leben im Schulzentrum sorgte. "Gezählt hat sie niemand", sagt Anja Frings. "Es waren etwa so viele wie bei der Börse im September." Das Mitglied des Stammesvorstandes der Alpener Pfadfinder organisiert zusammen mit Daniela Zenefels die Börse, bei der Spielzeug für Kinder und Kleidung bis Größe 158 die Besitzer wechseln. "Die Börse gibt es schon mehr als 15 Jahre", erzählt Anja Frings, ohne genau zu wissen, wie viele Jahre es sind.

Mit der Zeit haben sich feste Regeln eingespielt, von denen es bei der Börse mehrere gibt. Das beginnt schon bei der Anmeldung. Sie ist nur innerhalb von 60 Minuten möglich, an einem festgelegten Tag zwei Wochen vor der Börse. Dann können sich Händler ab 14 Uhr telefonisch bei Daniela Zenefels melden. "Vor 14 Uhr nehme ich den Hörer nicht ab", erzählt sie mit einem Schmunzeln. "Dann steht das Telefon nicht mehr still, bis die Excel-Liste voll ist."

Diesmal waren es 50 Händler, von denen für zehn zunächst keine Tische vorhanden waren. Fünf davon konnten doch kommen, weil sie an fünf neuen Tischen Platz fanden, die vor den Lehrerzimmern standen. So waren es diesmal mit 45 Tischen fünf mehr als bei den bisherigen Börsen im Pädagogischen Zentrum. Das war eine der kleinen Neuerungen, von denen es bei den meisten Börsen eine gibt.

"Im Pfarrheim von St. Ulrich war nur für 35 Tische Platz", blickt Daniela Zenefels zurück. "Dorthin haben wir bis zum Frühjahr 2011 eingeladen. Als die Renovierung der Kirche begann, und die Gottesdienste ins Pfarrheim verlegt wurden, mussten wir umziehen. Das Pädagogische Zentrum war eine Notlösung, die sich später als Glücksgriff erwiesen hat."

Ein andere feste Regel ist das Angebot. Die Händler, die oft als Familie an ihren Tischen stehen und meistens über Jahre wieder kommen, bieten Spielzeug und Kleidung an, die nicht selten die Namen großer Marken tragen. Das hat sich bei den Käufern herumgesprochen, die neben Alpen vor allem aus Sonsbeck, Rheinberg und Xanten kommen. Oft sind es Kinder, die mit ihren Müttern und Vätern unterwegs sind, manchmal auch mit ihren Großeltern. "Es ist eine Börse von Familien für Familien", unterstreicht Anja Frings.

Eine weitere Regel ist die Höhe des Tischgeldes, das die Händler zu bezahlen haben. "Es sind fünf Euro je Tisch und ein selbst gebackener Kuchen", berichtet Anja Frings. Den Kuchen verkaufen die Pfadfinder in der Mensa, die neben dem Pädagogischen Zentrum liegt, ebenso wie den Kaffee, den sie kochen. "Der Erlös bleibt in Alpen beim Pfadfinderstamm", sagt die Organisatorin. Er fließt zum Beispiel in die laufende Arbeit oder in Ausflüge.

Zur nächsten Börse mit der Herbst-/Winterkollektion laden die Pfadfinder für den 11. September, 11 Uhr, wieder ins Alpener Schulzentrum ein. Händler können sich dafür am 30. August von 14 bis 15 Uhr bei Daniela Zenefels anmelden, Telefon 02802 947437.

Quelle: RP
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