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Rheinberg
Der "Schlussgesang" des MGV Orsoy

Rheinberg: Der "Schlussgesang" des MGV Orsoy
Zum letzten Mal aus voller Kehle gemeinsam Singen: Der Männergesangsverein "Eintracht von 1854" strahlte auch bei seinem letzten Konzert Freude am Singen aus. FOTO: Fischer
Rheinberg. In der katholischen Kirche St. Nikolaus gab der Chor am Wochenende sein letztes Konzert. Es flossen Tränen. Von Udo Spelleken

Der Männergesangverein "Eintracht von 1854" hatte zu seinem Abschlusskonzert in die katholische Pfarrkirche St. Nikolaus eingeladen.

Schweigend und ganz ohne Beifall zogen die Männer, die vom MGV Borth 1922, dem MGV "Froh und Ernst", Millingen und dem MGV Liedertafel Orphea 1836, Xanten, unterstützt wurden, in die Kirche ein. Doch ganz so herzbewegend sollten die anderthalb Stunden Chorgesang nicht vergehen. "Wir grüßen euch mit frohem Klang", hieß es seitens des Chors. Dirigent Dennis Kittner, von Hause aus eigentlich Jurist, leitet nebenberuflich seit 2011 den Männergesangverein und stellte mit dem vierstimmigen Werk von Eugen Dieffenbacher "Harmonie führt uns zusammen" direkt einen Klassiker der Romantik vor, in dem es zum Schluss heißt: "Menschen, die zusammen singen, bleiben Freunde allezeit".

Vereinsvorsitzender Theo Schepers freute sich über den guten Besuch und ließ einige markante Daten und Höhepunkte seit der Gründung des MGV Revue passieren. Er erinnerte an die Sängerwettstreite, die gemeinsamen Veranstaltungen und die einmalige "Orsoyer Sinfonie", aus der später drei Sätze vierhändig von Dennis Kittner und Dr. Dirk Menzenbach, auf der Orgel gespielt, zu hören waren. Pfarrer Martin Ahls und Bürgermeister Frank Tatzel dankten den Sängern für ihr Engagement.

Romantisch ging es weiter mit Melodien über die schöne Welt, über Lebensweisheiten und die auf Gott bauende Zuversicht. Es machte Eindruck, wie sich das Zusammenwirken mit dem Dirigenten und dem hoch motivierten Männerchor zur musikalischen Einheit fügte.

Der gemischte Kirchenchor St. Nikolaus Orsoy 1853 unter der Leitung von Dr. Dirk Menzenbach sorgte mit Melodien von Tschaikowski (Vater unser) und Mendelssohn (Wirf dein Anliegen auf den Herrn) für Abwechslung. Den Abschluss machte der MGV Eintracht mit volksliedhaften Stücken (In einem kühlen Grunde), in denen sie einen schlichten Erzählton fanden (Abendfriede am Rhein), obwohl das Hauptaugenmerk deutlich hörbar auf den stimmlichen Wohlklang gerichtet war, um gute Textverständlichkeit zu bewahren. Mit sonorem Bass, glänzendem Bariton und hellem Tenor beendete der Chor mit dem "Schlussgesang" aus der Deutschen Messe von Franz Schubert sein Abschlusskonzert. Bei der letzten, leidenschaftlich gesungenen Zugabe "Ich sah einen Wanderer am Wegesrand ruh'n" wurde so manches Auge bei Sängern und Zuhörern feucht. "Spenden Sie im Gespräch etwas Trost", bat Theo Schepers und dankte für den wertschätzenden Applaus.

Quelle: RP
 
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