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Rheinberg
"Detektive" ermittelten nicht nur im Wasser

Rheinberg. Beim DLRG-Sommer-Zeltlager hatten 23 Jugendliche im Underberg-Freibad zwei Tage lang viel Spaß. Von Alexander Florié-Albrecht

Mit gesammelten Hölzern und drei "Dieben" im Gepäck kamen die Kinder zurück ins Underberg-Bad. "Wir haben Kira gefangen", verkündete Lenie (9) und verwies auf ihr rot-schwarzes Armband, dass für die "Fünf Freunde"-Gruppe stand. "Und wir den Georg", sagten Jonah, Vito und Jonas und zeigten ihre grün-schwarzen Armbänder, die ihre Zugehörigkeit zu "Die drei ???" kennzeichneten. Dazu kam noch eine TKKG-Gruppe.

DLRG-Lagerleiterin Melanie Glauer hielt in ihren Händen die Papier-Fußspuren, die die Kinder bei ihrer Spürnasen-Suche nach drei Jugendbetreuern verfolgten und teilweise in die Irre führten. "Heute morgen waren wir schon schwimmen, jetzt haben wir eine kleine Schnitzeljagd durch den Stadtpark gemacht. Und die Stöcke sind später für die Marshmellows." Jedes Jahr werde gebe es ein neues Motto, erläuterte DLRG-Betreuerin Elena Hoster. "Und in diesem haben wir es auf Detektive ausgerichtet", so die 19-jährige. Das drückte sich auch in den aufgehängten Lupen-Schnittmustern und den Namensschildern aus, die in den schon am Freitag aufgebauten Zelten der Mädchen, Jungen und Betreuer hingen. "Und zu Beginn bei der Regelbesprechung hatten alle eine Lupe." Den ersten Abend hatte man gemeinsam mit einem Flaggen-Fangspiel verbracht. Weil es regnete, blieb das Bad am Samstag zu, so dass die 23 Kids und ihre Betreuer das Gelände für sich allein nutzen konnten. Der DLRG-Vorsitzende Kurt Klier, der erstmals nicht Lagerleiter war: "Ihre Spiele könnten sie aber auch bei normalem Betrieb machen."

Das nutzten die Kinder aus - und machten gerne mit, als die drei Betreuer Georg, Kira und Carina als "Neulinge" von ihnen nach guter Tradition mit Wasserballons an einem Baum gebunden "getauft" wurden. Anschließend durften die drei aus Mehlschüsseln Gummibärchen mit dem Mund herausfischen - und wurden von den johlenden Kindern wie später auch die anderen fünf Betreuer gemeinschaftlich in das Schwimmbecken geschubst.

Die Idee für das Camp sei vor gut 30 Jahren aus der Situation heraus entstanden, so Klier. "Wir hatten immer ein Pfingstlager, aber da war die Spanne von sechs bis 18 Jahren einfach zu groß", so dass man sich für die Variante mit dem Sommerlager für die Kinder, die hier sechs bis zwölf Jahre alt waren, entschied.

Das Faszinierende sei, dass aus diesen Gruppen immer wieder spätere DLRG-Aktive hervorgingen, die ihre Freude an dem Lager auf ihre Kinder übertrugen, ergänzte Einsatzleiter Gilbert Delaporte.

Am Sonntagnachmittag verabschiedeten sich die Teilnehmer nach dem Abbauen von den Betreuern - alle ganz schön platt, aber glücklich über ein schönes gemeinsamen Wochenende.

Quelle: RP
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