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Rheinberg
Die "Alligators" wollen hoch hinaus

Rheinberg: Die "Alligators" wollen hoch hinaus
Solche Figuren sind für die Cheerleader des Amplonius-Gymnasiums kein Problem, das kriegen sie mit links hin. FOTO: Ostermann, Olaf (oo)
Rheinberg. 21 Mädchen und ein Junge werden in der Cheerleading-AG des Amplonius-Gymnasiums von Kyra Friebe trainiert. Von Svenja Jesse

"Achtet auf die Flyer, vielleicht fangen wir erstmal mit einem Basket an...und five, six, seven, eight..." Englische Begriffe fliegen durch die Halle. Für Außenstehende erst einmal verwirrend, doch die Mitglieder der "AGC Alligators" wissen genau, was zu tun ist. Sie stellen sich in Gruppen auf, zählen laut an, natürlich auf Englisch, und werfen und drehen dann ihre Teamkameraden in die Luft. Gleichzeitig schlagen andere Saltos oder schlagen mehrere Räder am Stück. Es ist ein buntes Treiben, das manchmal etwas gefährlich wirkt. In einer Ecke werfen vier Mädels ein fünftes hoch und fangen es sicher wieder auf. Kein Grund zur Sorge, in der Cheerleader-AG des Amplonius-Gymnasiums trainieren kleine Profis.

Seit Oktober 2014 wird Cheerleading an der Schule angeboten und es ist für die 22 Mitglieder längst mehr als eine Schul-AG. "Das ist unser Hobby, wir können hier alles machen, was andere Cheerleader-Gruppen auch machen", erzählen Hannah, Sidney, Alina und Nina. Die 11 bis 15-jährigen Freundinnen sind schon länger dabei. Besonderen Spaß machen ihnen die Pyramiden "Es ist ein cooles Gefühl nach oben gedreht zu werden", schwärmt Alina. Bei der Frage, ob sie manchmal Angst haben, lachen die Mädchen nur. "Jede von uns ist schon mal abgerutscht oder runtergefallen, aber die anderen fangen einen immer auf. Wir sind ein Team und halten zusammen." Kleinere Verletzungen gibt es schon mal, doch was Ernstes ist noch nie passiert.

"Zuverlässigkeit und Vertrauen sind in einem Cheerleaderteam besonders wichtig", weiß Kyra Friebe. Die 21-jährige Studentin trainiert und leitet die Truppe zusammen mit weiteren Betreuern. Trainiert wird immer freitags von 13.30 bis 15.45 in der Turnhalle an der Schule. Kyra Friebe, ehemalige Amplonianerin, ist selbst Cheerleaderin und hat schon bei Meisterschaften mitgemacht. Wichtig ist ihr der Unterschied zwischen Cheerleading und Cheerdance. "Cheerleading ist viel mehr Akrobatik, wir tanzen zwar auch, aber wir machen auch Jumps und Stunts und Pyramiden und Bodenturnen", erklärt sie. Was man meistens mit Cheerleading verbindet, das Tanzen mit Pom-Poms, ist streng genommen Cheerdance. Die Bereitschaft, an die Grenzen zu gehen, der Spaß an Herausforderungen und Geduld - das macht die Truppe aus. Dazu gehört auch Kevin, der 14-Jährige ist der Hahn im Korb. "Meine Schwester hat mich dazu überredet, sie macht hier auch mit", sagt er. Ihm macht die AG viel Freude. Einen weiteren Jungen im Team wünschte er sich aber schon. "Dann wäre ich hier nicht so alleine unter den ganzen Mädels".

In diesem Jahr nehmen die "Alligators" an einer Meisterschaft teil. Und dazu haben sie sich nicht irgendeine ausgesucht: Das "Elite Cheerleading Championchip" vom 14. bis 16. Mai im Movie-Park in Bottrop ist mit bis zu 4500 Teilnehmern die größte Meisterschaft Europas. Einen ersten Platz kann Kyra Friebe ihrem Team zwar nicht versprechen, aber sie ist optimistisch: "Ich bin zuversichtlich, dass wir nicht letzter werden."

Die Platzierung ist den Amplonianern auch nicht so wichtig. "Wir sind total aufgeregt und sind froh, dazu gehören zu dürfen", berichten sie. Übrigens: Das "AGC" im Namen steht für "Amplonius Gymnasium Cheerleader", dazu stellen die meisten Cheerleader-Gruppen den Namen eines Tieres. Ein kleiner Stofftier-Alligator begleitet das Rheinberger Team zu Auftritten und bringt Glück. Die "Alligators" haben kein festes Team, das sie anfeuern, Man kann sie aber für Auftritte buchen.

Mehr Informationen dazu findet man auf der Facebook-Seite "Cheerleading am Amplonius-Gymnasium - AGC Alligators" oder per Mail unter kyra.friebe@web.de.

Quelle: RP
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