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Alpen
Die Bönninghardt trauert um Johann Janßen

Alpen. Die Bönninghardt trauert um einen Mann, der wie nur wenige die Verkörperung des Ehrenamtes war. Landwirt Johann Janßen ist am Wochenende im Alter von 83 Jahren gestorben. Bis zuletzt hatte er, obwohl es ihm körperlich schwer fiel, am dörflichen Leben teilgenommen. So war er regelmäßiger Gast am Stammtisch, der sich sonntags nach dem Hochamt im Gasthof Heidehof trifft.

Johann Janßen war eine im Ort und darüber hinaus hoch angesehen Persönlichkeit, die durch seine vielen Tätigkeiten "sehr gut vernetzt" war, wie man heute sagen würde. So war er bis Ende der 90er Jahre nicht nur drei Jahrzehnte Vorsitzender der Ortsbauernschaft Bönninghardt. Er leitete auch 25 Jahre den Förderverein für Brauchtum und Naturschutz. Er war einer derjenigen, die maßgeblich den weithin geschätzten Waldspielplatz mit aus der Taufe gehoben haben. Dafür hat der Kartoffelbauer ebenso sein Gerät zur Verfügung gestellt wie bei Arbeiten an der Plaggenhütte oder zur Sanierung der Kirche St. Vinzenz. Für die Pfarrgemeinde war er in der 80ern zwei Wahlperioden lang Vorsitzender im Kirchenvorstand. Auch dem Kirchenchor gehörte er an.

Auch im Karneval hat der gebürtige Sonsbecker Spuren hinterlassen, führte 27 Jahre durch die Sitzungen der "Besenbinder", die ihn zum Ehrenpräsidenten ernannten. Außerdem ritt er als St. Martin beim Umzug und war im Martinskomitee aktiv. "Wenn man den ersten Posten angenommen hat, kriegen sie einen immer wieder dran", hat er mal zur RP gesagt. Ausdruck seines unermüdlichen Engagements war die Auszeichnung zum Ehrenmitglied beim Reiterverein Graf Haeseler Sonsbeck, beim Sportverein BSV, beim Tambourcorps. Johann Janßen wird Freitag, 5. August, 10.30 Uhr, in Bönninghardt beigesetzt.

(bp)
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