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Geschichte
Die Eiche auf dem Großen Markt wurde nach dem Krieg 1870/1871 gepflanzt

Rheinberg. Früher war der Große Markt unversiegelt, später dann asphaltiert und nun seit rund 30 Jahren gepflastert. Die Eiche beeindruckte das alles nicht, sie steht dort seit... Ja, seit wann eigentlich? Mindestens 80 Jahre, vermutete die Stadtverwaltung. Die hatte im Zuge der Vorbereitungen für die Neugestaltung untersuchen lassen, wie tief der Baum wurzelt.

80 Jahre - diesen Schätzwert hielten manche Leser doch für sehr grob; sie haben recherchiert und sind in Rheinberger Schriften zur Geschichte fündig geworden. Aufschluss gibt der 18. Band. In "Kennst du die Stadt? Rheinberg 1233 bis 2010" berichtet Heimatforscher Paul Feltes von der Friedenseiche, die nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/1871 auf dem Markt gepflanzt worden war. Und zwar "zwischen der Druckerei Küpper und der alten Marktlinde". Am 23. Juli 1871 sei der "zuvor gepflanzte Baum" mit einem großen Sieges- und Friedensfest offiziell eingeweiht worden. Somit ist die Friedenseiche 145 Jahre alt. Das Foto, das Stadtführer Werner Kehrmann der RP zur Verfügung stellte, ist nach 1919 entstanden. Es zeigt die Markteiche (rechts) und die später gefällte Linde. Dazwischen steht das alte Kriegerehrenmal. Ganz links steht das Hotel/Restaurant "Zur Sonne" (heute Bürgerbüro).

Die Sorge, dass der Frost der Eiche zu schaffen machen könne, weil ihr Wurzelwerk momentan untersucht wird und deshalb zum Teil freiliegt, hält Georg Miß vom Grünflächenamt der Stadt für unbegründet. Erstens liege nur ein kleiner Teil des Wurzelwerks frei, zweitens werde die Erde schon bald wieder angeschüttet.

(nmb/up)
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