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Rheinberg
Die Jagd nach dem besonderen Augenblick

Rheinberg: Die Jagd nach dem besonderen Augenblick
Das Foto vom Rheinfall in Schaffhausen stammt von Karl-Heinz Antweiler und ist derzeit im Stadthaus zu bewundern. FOTO: Ostermann Olaf
Rheinberg. Die Foto-AG der Rheinberger Volkshochschule zeigt Wasserbilder von ganz unterschiedlichen Orten der Welt. Von Sabine Hannemann

Das Innere des Rheinberger Stadthauses schmückt zur Zeit eine neue Ausstellung, mit der die Foto-AG der Volkshochschule ihren Semesterabschluss krönt. Ein traditioneller Termin, der mit einem Gläschen Sekt gefeiert wird, wie Dr. Jens Korfkamp, Leiter des Volkshochschulzweckverbandes Alpen-Rheinberg-Sonsbeck-Xanten, verrät. "Die Foto-AG besteht seit 1986 und feiert das 30-jährige Bestehen."

Demokratisch hat sich die 13-köpfige Teilnehmergruppe auf ein Semesterthema geeinigt. Wasser als Lebenselixier in all seinem Facettenreichtum bestimmte die Arbeiten der Hobbyfotografen. "Unsere AG versteht sich als Forum und ist Ort des Austausches. Kritik muss jeder von uns bei den Bildbesprechungen wegstecken können", sagt der AG-Leiter Norbert Reimann, der die Nachfolge von Karl-Heinz Winning angetreten hat und in bewährter Weise die Foto-AG weiterführt.

Ralf Sowik (Mitte) mit seinem Foto "Splash" in der Hand, posiert mit den anderen Teilnehmern der Foto-AG. FOTO: Olaf Ostermann

Dabei geht es nicht um das Handwerkszeug, Techniken und Regeln der Fotografie. "Wir sprechen direkt über die Aufnahmen", sagt Reimann. Wasser ist das zentrale Thema der rund 40 Fotografien. Baden im Meereswasser, Landregen im Mai oder Wasser, das aus einem Wasserhahn läuft - das Element Wasser ist vielschichtig und zugleich auch die Herausforderung. Die Orte, an denen die Aufnahmen gemacht wurden, liegen am Niederrhein, England, in Brasilien oder aber in Schaffhausen.

Karl-Heinz Antweiler (63) hat Europas größten Wasserfall mit der Kamera festgehalten. Das Besondere an dieser Aufnahme ist der Zeitpunkt, als nämlich in Deutschland wegen der starken Regenfälle im Sommer Hochwasseralarm herrschte. "Ich habe in Schaffhausen Urlaub gemacht. Die Kamera ist immer mit dabei", erzählt Antweiler. Vom sicheren Parkplatz aus hat er fotografiert. Zwei Ausflugsboote sind in den Wassermassen zu erkennen, am rechten Bildrand ist eine Besucherplattform sichtbar. "Durch das Hochwasser flossen zu dem Zeitpunkt 900 000 Liter Wasser pro Sekunde den Rheinfall runter. Normal sind 220 000 Liter pro Sekunde", beschreibt er die extreme Situation. Wesentlich ruhiger wirkt dann ein weiteres Bild vom Hobbyfotografen: die Weseler Rheinbrücke bei Nacht. Manches Motiv braucht seine Zeit. "Vor allem das Wetter muss stimmen. Für ein gutes Foto sitzt man an", so Antweiler.

Neu in der Gruppe ist die Rheinbergerin Petra Wittmann, die in Brasilien am Strand fotografierte. "Die Foto-AG hilft einem, man tauscht sich aus. Mir macht es einfach sehr viel Spaß." Dass Bilder perfekt sind und sich planen lassen, davon ist sie überzeugt und zeigt auf die verschiedenen Exponate. Die digitale Technik macht das Fotografieren heute leichter, wenngleich mancher Hobbyfotograf dann in den Mengen von Aufnahmen sich zurechtfinden muss.

Die Ausstellung ist bis zum 4. November im Rheinberger Stadthaus zu sehen. www.vhs-foto-ag.de.

Quelle: RP
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