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Rheinberg
Die "Kastanienkonzerte" sind nun Geschichte

Rheinberg: Die "Kastanienkonzerte" sind nun Geschichte
Der Chor der Evangelischen Kirchengemeinde und "Females sing4fun" präsentierten unter der Leitung von Michael Wulf-Schnieders ein Gospel-Konzert. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Im neuen Jahr soll die Konzertreihe anders heißen. Kirchenchor und "Females sing4fun" präsentierten Gospelsongs. Von Peter Gottschlich

Die Kastanienkonzerte laufen weiter, aber nicht mehr unter diesem Namen. Das erklärte Kirchenmusiker Michael Wulf-Schnieders in der Pause des dritten und letzten Kastanienkonzertes, zu der er an die evangelische Kirche eingeladen hatte. "Es kommt immer wieder zu Verwechselungen mit dem Kastanienfest - besonders im September", sagte der Chorleiter im kleinen Kreis. "Einen neuen Namen haben wir allerdings noch nicht gefunden."

Schließlich soll dieser Name nicht sperrig klingen. Außerdem soll er an ein Freiluftkonzert erinnern, wie das Wort Kastanien. Es handelt sich eben um ein Konzert unter freiem Himmel, obwohl in diesem Jahr die ersten beiden Konzerte in der Kirche stattgefunden haben, weil das Wetter nicht mitgespielt hat. Beim dritten Konzert am Wochenende hielt der Himmel dicht. So kamen gute 110 Besucher in den Garten hinter der Kirche, wo früher einmal eine Kastanie gestanden und die der Konzertreihe ihren Namen gegeben hat.

Sie erlebten ein Gospelkonzert einer besonderen Art. Denn die 15 Sängerinnen des Gospelchores "Females sing4fun" trugen zusammen mit 15 weiblichen und männlichen Sängern des Evangelischen Kirchenchores viele Songs sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch vor.

Dabei hatte Michael Wulf-Schnieders 15 unterschiedliche Gospels ausgesucht - die meisten davon Traditionals, die die Sklaven aus Afrika vor zwei Jahrhunderten auf Plantagen in Amerika sangen, zum Beispiel "I'm gonna sing", "Good News" oder "H's got the whole world in his hand". Dazu hatte Wulf-Schnieders neue Gospels ausgewählt, beispielsweise "Come into his presence", "Mighthy wind" oder "Peace shall be with you". Diese Lieder trugen die Sänger auch auf Deutsch vor: "Komm in Gottes Nähe", "Wie ein Strom" oder "Himmlischer Friede sei mit Euch".

Die Zuschauer ließen sich von der Musik anstecken, die mit Rhythmus und Melodie Lebensfreude durch den Garten schwingen ließ. Sie klatschten bei vielen Songs den synkopischen Rhythmus mit.

Da zeigte es sich, dass die Sänger ihre Gospelmusik gut einstudiert hatten. So waren die Mitglieder des Kirchenchores Anfang Juli eigens nach Hamminkeln-Dingden gefahren, um bei einem Wochenendseminar das Gospelmusik-Programm einzuüben.

Quelle: RP
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