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Rheinberg
Die Kneipe singt aus voller Kehle

Rheinberg: Die Kneipe singt aus voller Kehle
Die Dinslakener Kneipensänger Lutz Berner und Volker Bellingröhr holten aus ihrem Publikum alles heraus. Die Premiere im Punto war gelungen. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Erstmals luden die Kneipensänger Lutz Berner und Volker Bellingröhr aus Dinslaken in Rheinberg zum gemeinsamen Singen ein. Im rappelvollen "Punto" an der Gelderstraße schmetterten die Gäste begeistert Schlager, Pop und Rock. Von Sabine Hannemann

Das Konzept für gute Laune zum Wochenende ist einfach und mitreißend. Die Dinslakener Kneipensänger Lutz Berner (60) und Volker Bellingröhr (51) stimmten am Samstag im Rheinberger Café Punto an der Gelderstraße Hits und Evergreens an. Mit Reinhard Meys "Über den Wolken" startete die sangesfreudige Kneipengesellschaft durch, ohne Warteschleife, live und in Farbe.

Erstmals machten die Kneipensänger mit ihren Gitarren in Rheinberg Station. "Wir gehen vorher auf Kneipencasting und suchen nach netten Kneipen mit viel Atmosphäre. Das Punto hat das gewisse Etwas, das uns gefallen hat", sagt Kneipensänger Volker. Mit Punto-Wirtin Fränzi Bröcking wurde das Duo schnell einig.

Singen machte bereits in der Vorbereitung Spaß, und der Tipp, sich frühzeitig einen Platz zu sichern, war berechtigt. Es wurde rappelvoll. "Ich habe es einfach auf mich zukommen lassen. Erfahrung habe ich mit solchen Veranstaltungen nicht. Wir sind total begeistert", erklärte Fränzi Bröcking, die an diesem Abend neben ihrem Stammpublikum auch neue Gäste entdeckt hat. Beispielsweise Annemarie, die mit ihrer Freundin den Abendspaziergang mit einem Kneipenbesuch verbunden hat. "Klar waren wir neugierig. Alleine singt man doch nicht", erklären sie zwischen zwei Liedern. Schnell stieg die gute Stimmung. Von wegen Einsingphase, wie Volker Bellingröhr zunächst vermutete.

FOTO: Fischer, Armin (arfi)

Das Publikum ist wild entschlossen, sich quer durch die verschieden Jahrzehnte mit ihren Ohrwürmern zu singen. Anfängliche Angst, nicht den Ton zu treffen, verschwindet. Schließlich sitzt nicht Dieter Bohlen mit seiner Jury irgendwo. Alles wirkt entspannt und dazu komplett stressfrei, der Feier- und Singmodus dominiert.

An verschiedenen Bildschirmen im Lokal erscheinen die Texte, zum Teil mit witzigen Bildern kombiniert. Ein wenig Show und Aha-Erlebnisse gehören einfach dazu. Dann erklingt die Musik, und Männer wie Frauen stimmen ein. Ein bisschen Wencke Myhre, ein bisschen King of the Road, ein bisschen Peter Maffay und ganz zum Schluss die Hymne einer Region, das Steigerlied. "Es wird ein kurzweiliger Abend", ist sich Kneipensänger Volker gleich zu Beginn sicher.

Anki (28) hat einfach ihre Eltern mitgebracht. "Evergreens sind toll. Die kennt jeder", erklärte die Rheinbergerin, die gerne singt. Vorzugsweise lieber alleine im Auto, wie sie verriet. Mutter Erika setzte auf eine bunte Mischung. Die Beatles-Songs findet sie gut. Vater Jürgen steht mehr auf deutsche Schlager. Es sollte für jeden etwas dabei sein. Drei Stunden später endet das gemeinsame Singen mit Konzert-Feeling. Mehr davon!

Quelle: RP
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