| 00.00 Uhr

Rheinberg
Die Leader-Region bekommt ein Gesicht

Rheinberg: Die Leader-Region bekommt ein Gesicht
Kristin Hendriksen (links) und Beate Pauls leiten die Leader-Region-Geschäftsstelle im Sonsbecker Rathaus, rechts Vorstandsvorsitzender Leo Giesbers, links Hausherr Bürgermeister Heiko Schmidt. FOTO: Fischer
Rheinberg. Kristin Hendriksen und Beate Pauls zeichnen in den nächsten Jahren für das Projekt-Konzept und dessen Umsetzung verantwortlich. 2,3 Millionen Euro gibt es von der EU zur Förderung des hiesigen ländlichen Raums. Von Heinz Kühnen

Es gab bereits hervorragend besuchte Auftaktveranstaltungen und Workshops, inzwischen hat sich sogar, wie vorgeschrieben, ein Verein gebildet mit einem zwölfköpfigen Vorstand. Und jetzt gibt es auch eine Geschäftsführerin samt Mitarbeiterin. Kristin Hendriksen und ihre Kollegin Beate Pauls sollen das bislang eher sperrige, wenig konkrete Projekt Leader-Region Niederrhein jetzt auch inhaltlich ans Laufen bringen.

Immerhin gilt es, aus dem mit 2,3 Millionen Euro gefüllten Fördertopf von EU, Bund und Land sinnvolle Projekte zu entwickeln und zu verwirklichen, die allen vier beteiligten Kommunen - Rheinberg, Xanten, Alpen, Sonsbeck - zugutekommen. "Ein mobiles Verkaufswagenkonzept für die Grundversorgung aller Ortschaften könnte das dann sein, nicht aber der Ausbau eines einzelnen Dorfplatzes - es sei denn, dort würde eine zentrale Einrichtung für alle vier Kommunen entstehen", erklärt Sonsbecks Bürgermeister Heiko Schmidt, Hausherr jenes Rathauses, in dessen Erdgeschoss die beiden Damen ihren Arbeitsplatz jetzt beziehen.

Wobei die Ideen so weit ohnehin noch nicht gediehen sind: "Wir haben in den Workshops zwar eine Menge Vorschläge zusammengetragen", sagt Leo Giesbers. Was aber wirklich sinnvoll und förderfähig sei, wofür auch die Kommunen gemeinsam jeweils 35 Prozent Eigenanteil zu zahlen bereit seien, müsse sich nun aber durch die Arbeit der Leader-Managerinnen entwickeln.

Giesbers, Ex-Bürgermeister von Sonsbeck, wurde nicht umsonst zum Vorsitzenden des Leader-Vorstandes für die Region Niederrhein gewählt. Er ist hervorragend vernetzt und hat langjährige Erfahrungen mit der ohnehin in vielen Bereich schon erfolgreich zusammenarbeitenden Region: in den Verwaltungen, im Schulsektor und bei der Volkshochschule zum Beispiel. Darauf wird auch die neue Geschäftsführung zurückgreifen können, die in einem Raum residiert, der nicht nur von außen zu erreichen ist, sondern ohnehin leer stand. (Giesbers: "Das machte es kostengünstig.")

Allerdings hat Kristin Hendriksen zwar (schon) ein Telefon, aber nicht nicht mal einen Internetanschluss. Die 29-Jährige ist in Kleve geboren und hat nach dem Abitur in Münster Regionalwissenschaften studiert. Das ist ein interdisziplinäres Studienfach mit deutsch-niederländischen Bezügen mit Volks- und Betriebswirtschaft, Politik, Geschichte und Geografie. Ein Auslandsstudienjahr an der Radbout-Universität gehörte dazu.

Nach einem Intermezzo als Niederländisch-Lehrerin in Kleve wird sie, die derzeit in Düsseldorf wohnt, nun die mehr als 50 Projektideen ("neue sind immer willkommen") filtern, in vernetzten Kleingruppen besprechen und Anträge vorbereiten - vom Nachbarschaftshilfeprojekt bis zur Höfe-Route: "Noch ist alles möglich, sagt die Regionalmanagerin, die ihre Arbeit als Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Bürgern versteht.

Ihr zur Seite steht ab März Beate Pauls, die aus Wesel stammt und heute in Winnekendonk wohnt. Sie hat an der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung studiert. Die 39-jährige Diplom-Verwaltungsbetriebswirtin hat bei der Düsseldorfer Stadtverwaltung Projekte zur Kosten- und Leistungsrechnung geleitet, war in der Kämmerei der Kreisverwaltung und nach der Elternzeit (zwei Kinder) dort auch in der Bußgeld- und Elterngeldstelle sowie in der wirtschaftlichen Jugendhilfe tätig. Und ist jetzt eben wie Kristin Hendriksen bis 2020 oder 2022 "Feuer und Flamme" für die Leader-Region Niederrhein.

Kontakt 02838 36148, kristin.hendriksen@sonsbeck.de; Sprechzeiten im Rathaus Sonsbeck: di 14-16 , mi 9-12 Uhr und nach Vereinbarung.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Rheinberg: Die Leader-Region bekommt ein Gesicht


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.