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Rheinberg
Die Musik der Stadt auf einen Schlag

Rheinberg. Rheinberg hat ein vielseitiges und gutes Veranstaltungsangebot. Das lässt sich durchaus gewinnbringend einsetzen. Von Uwe Plien

Dieser Bericht ist unter der Annahme folgender Thesen verfasst: These 1: Die Leiterin des städtischen Kulturbüros ist in den Ruhestand gegangen, die Stelle wurde gestrichen. Die städtische Kulturarbeit wird künftig vom Fachbereich Schule und Sport verwaltet. Die Kulturarbeit wird sich verändern. These 2: Als imageförderndes Alleinstellungsmerkmal für die Stadt Rheinberg bietet sich nichts besser an als Kultur. Denn die Stadt hat ein für eine Stadt dieser Größenordnung beachtliches Kulturangebot und hervorragende Spielstätten, insbesondere die Stadthalle. These 3: Es ist besser, konstruktive Vorschläge zu unterbreiten, als zu meckern.

In Rheinberg muss man das Rad nicht neu erfinden. Etwa beim Thema Musik. Es gibt eine Reihe von Initiativen und Vereinen, die übers Jahr verteilt hervorragende Veranstaltungen präsentieren. Die Musikalische Gesellschaft organisiert seit Jahrzehnten Klassik-Konzerte mit Künstlern von oftmals internationalem Renommee. Die Vierbaumer Kulturinitiative Schwarzer Adler bringt seit Jahrzehnten teils weltbekannte Blues-Musiker auf die Bühne.

Kirchenmusiker Christoph Bartusek gelingt es mit seiner Reihe "Rheinberger Abendmusik", Kirchenkonzerte in der St.-Peter-Kirche zu präsentieren, die auch andere künstlerische Stile streifen und deshalb besonders originell sind. Die private Initiative MI-Jazz zeigt bei ihren kleinen, feinen Konzerten die Bandbreite des modernen Jazz auf. Die maßgeblich von Michael Wulf-Schnieders initiierten Kulturkonzerte an der Evangelischen Kirche Rheinberg bieten insbesondere Chören ein Forum. Im Budberger Bürgerhaus gibt es Musikbeiträge aus unterschiedlichsten Genres von Singer-Songwriter-Tradition bis hin zu Chansons. Im Alpsrayer Bürgerzentrum etabliert sich mit der "Open Stage" eine Bühne für Nachwuchsmusiker.

Das MAP-Team mit den Zauberlehrlingen stellt einmal im Jahr ein Festival auf die Beine, das Tausende von Fans unterschiedlichen Alters an die Pulverturm-Bühne lockt. Schließlich gibt es die Angebote der Stadt selbst: Konzerte junger Bands im Jugendzentrum Zuff und die Stadthallen-Konzerte im festen Kulturangebot.

Unser Vorschlag: Man kreiert aus diesem Fundus einmal im Jahr die "Rheinberger Musiktage" oder die "Rheinberger Woche der Musik". An sechs, sieben oder sogar acht aufeinanderfolgenden Tagen richten einige der genannten Kulturmacher ein Konzert an ihrem Spielort aus - so wie sie es immer tun. In der Summe können Besucher das geballte örtliche Musik-Angebot in einer Woche konzentriert erleben. Die Stadt muss diese Reihe lediglich steuern und vermarkten. Eine Aufgabe, die man übrigens auch in externe Hände legen kann. Denkbar wäre eine Art Festivalkarte für alle Veranstaltungen oder ein vergünstigtes Angebot, bei dem man sich beispielsweise vier aus sieben Konzerten auswählen kann.

Lassen es die finanziellen Möglichkeiten zu, kann die Stadt ergänzend eine "Wild Card" vergeben und die Woche mit einem besonderen Projekt-Konzert ausklingen lassen. Oder sie stellt die Musiktage als inhaltliche Klammer unter ein Motto.

Von einer gemeinsamen Vermarktung würden alle Beteiligten inklusive Gastronomie und Hotellerie profitieren. Die ganze Rheinberger Musik-Fülle auf einen Schlag: Das lässt sich ohne großen Aufwand und ohne dickes Budget in die Tat umsetzen.

Haben Sie weitere Vorschläge, wie man mit neuen Formen der Kulturarbeit die Stadt beleben kann? Dann schreiben Sie uns doch bitte! E-Mail: rheinberg@rheinische-post.de; Fax: 02843 9294-29, Facebook: RP Xanten Rheinberg oder postalisch unter Rheinische Post, Lokalredaktion, Orsoyer Straße 6, 47495 Rheinberg.

Quelle: RP
 
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