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Rheinberg
Die Musiknacht bringt Leben in die Stadt

Rheinberg: Die Musiknacht bringt Leben in die Stadt
Sie freuen sich auf viele Gäste und volle Häuser: Oliver Prophet (li.) mit Mitarbeiter Kevin Balzen von der "Alten Apotheke", Sascha Cibulka von der "Schopsbröck" am Annaberg (oben re.), Punto-Chefin Fränzi Bröcking und Ernst Barten vom Schwarzen Adler in Vierbaum. FOTO: Ostermann (1), Fischer (1), Archiv (2)
Rheinberg. Rheinberger Wirte sehen die heute stattfindende Enni-Night of the Bands durchweg positiv. Zehn Bands, zehn Lokale. Von Nicole Maibusch und Uwe Plien

In zehn Kneipen und Gaststätten rockt bei der 7. Enni Night of the Bands am heutigen Samstag ganz Rheinberg. Für die Gäste heißt das: Party und Tanzen bis in die frühen Morgenstunden. In exakt denselben Lokalen wie schon in den vergangenen beiden Jahren. Die RP hat bei den Gastronomen nachgefragt, ob das beliebte Event für Aufwind in der hiesigen Kneipenszene sorgt.

"Eigentlich sind wir in Rheinberg doch gut und vor allem breit aufgestellt - in Gastronomie und Kultur", findet Alte-Apotheke-Gastronom Oliver Prophet, der zum vierten Mal bei der Enni-Night dabei ist. "Alt Rheinberg" und der neue "Ratskeller" bereichern seit Kurzem das Angebot in der Innenstadt. "Würden jetzt noch Scheffel und das Kleine Rote wiederbelebt, wäre das perfekt", findet Prophet. Er mahnt: Die Rheinberger müssten auch mal die eigenen Ansprüche auf den Prüfstand stellen und nicht nach Moers oder Duisburg schielen. Das könne man nicht vergleichen. Sein Tipp: Jeder könne doch die hiesigen Kneipen, Gaststätten und Angebote unterstützen.

Für Marcel Vacilotto, erst seit Ende September Inhaber und Geschäftsführer von "Pio's Speis und Trank" an der Kamper Straße, ist die Teilnahme am Enni-Musik-Event eine Premiere. Teilnahme oder Nicht-Teilnahme? "Diese Frage hat sich für uns gar nicht gestellt, jeder macht mit - wir auch", sagt Vacilotto, der auch das "Gleis 2" am Bahnhof betreibt. In Rheinberg kenne fast jeder das "Pio's", aber eventuell könne man auch Gäste von außerhalb gewinnen. "Bessere indirekte Werbung gibt's doch gar nicht", so Vacilotto.

Ähnlich sieht dies auch Fränzi Bröcking vom "Punto". "Es ist ein schöner Abend und kommt gut an", bringt sie es auf den Punkt. Ob die Wirte von der Enni-Night als Einzelevent profitieren, ist für Fränzi Bröcking jedoch fraglich. "Vielleicht kommt der ein oder andere Gast, der zuvor noch nicht bei uns war", so die "Punto"-Inhaberin. Aber das Gästeaufkommen nach dem Musikspektakel sei nun nicht signifikant höher. Dennoch: "Wir freuen uns über jedes neue Gesicht", betont Fränzi Bröcking, in deren Lokal immer wieder verschiedene Bands spielen.

"Schopsbröck"-Gastwirt Sascha Cibulka war schon bei der ersten Enni-Night dabei. Und mit einer Ausnahme hat hier immer das Duo "Take Two" auf der Kneipenbühne gestanden. "Daraus hat sich eine richtige Freundschaft entwickelt", so Cibulka. Dessen Musik spiegele die "Schopsbröck" wider, die Musiker waren auch bei anderen Veranstaltungen dabei. "Unser Publikum findet die Enni-Night toll und ist uns treu", sagt Cibulka.

Das Motto: zehn Lokale, zehn Bands. Ein Ticket kaufen, zehn Mal hören. Eine super Idee, findet auch Ernst Barten vom Schwarzen Adler in Vierbaum. Barten war von Anfang an dabei und hat es nie bereut: "Das ist eine gute Sache", sagt er. "Die Kommunikation und die Gastronomie werden gefördert."

Adam Ruta von der Agentur Gastro-Event im ostfriesischen Moormerland veranstaltet Musiknächte wie die Enni-Night seit vielen Jahren, mittlerweile in rund 40 Städten. Rheinberg eröffnet seit 2010 den Jahresreigen. "Anfangs waren wir uns nicht sicher, ob ein Termin Anfang Januar gut geeignet ist. Aber in Rheinberg haben wir Jahr für Jahr um die 1500 Besucher. Das ist für eine Stadt wie Rheinberg viel", sagt der Agentur-Chef.

Quelle: RP
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