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Alpen
Die "Singende Grundschule" war der Hit

Alpen: Die "Singende Grundschule" war der Hit
Die Erst- bis Viertklässler der Veener Grundschule hatten unter der Leitung von Musiklehrerin Theresia Winzen ihren ersten öffentlichen Auftritt. FOTO: Olaf Ostermann
Alpen. Veener Spektakel mit Internationalem Museumstag, handwerkermarkt der kfd und Projektpräsentation der Kinder. Von Erwin Kohl

"Der Termin für unsere Projektpräsentation ist ideal, weil an diesem Tag auch der Handwerkermarkt stattfindet und unser Heimatmuseum am internationalen Museumstag teilnimmt. Das ist eine Win-Win-Situation für alle", berichtet Lothar Bode, Leiter der Veener Grundschule. Tatsächlich war rund um den Kirchturm eine Menge los. Davon profitierte in den Mittagsstunden vor allem der erst vor wenigen Monaten gegründete Chor der Lernstätte, die für ihre Teilnahme am JeKisS (Jedem Kind seine Stimme) Projekt eine Woche zuvor mit dem Titel "Singende Grundschule" ausgezeichnet worden war.

Für die Erst- bis Viertklässler unter der Leitung von Theresia Winzen war es der erste öffentliche Auftritt und die Premiere fand gleich mächtigen Anklang: Über 400 Zuhörer freuten sich über Lieder wie "Komm lieber Mai und mache" oder "Alle Vöglein sind schon da", die herzerfrischend vorgetragen wurden.

In den Räumen der Grundschule fand unterdessen eine Kunstausstellung der besonderen Art statt. Aus Draht, Pappmaché und mit ganz viel Farbe haben die Schüler in den vergangenen Wochen unter der Leitung der Künstlerin Claudia Weber eine zauberhafte Tierwelt erschaffen und dabei auch so manches Mal ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. Absolut sehenswert war auch die Art und Weise, wie die Nachwuchskünstler ihre Werke dem Publikum präsentierten: In einzelnen Boxen waren bis ins kleinste Detail ausgearbeitet die Lebensräume der Tiere nachgestellt. Eine raffinierte Beleuchtung sorgte zusätzlich für die passende Stimmung. Zum Beispiel im "Urwald" der Erstklässler, in dem sich bunte Echsen, Schlangen und Frösche räkelten. Fantastischer gingen die Schüler der zweiten Klasse ihre Aufgabe an: Durch ihren "Jurassic Park" wanderten furchteinflößende Dinosaurier. Dagegen wirkte die niederrheinische Landschaft mit ihren grasenden Pferden und Ponys nebenan schon fast idyllisch. Wer sich dieses Szenario ausgedacht hat, liegt auf der Hand. "Die Pferde sind das Lieblingsthema der Mädchen, daran hat sich nichts geändert", weiß Lothar Bode. Bei jedem der vielen kleinen Meisterwerke fällt auf, mit welcher Akribie und Hingabe sie geschaffen wurden. Marvin Evers kann das nur bestätigen. "Für meine Echse habe ich vier Tage gebraucht, die Zehen habe aus kleinen Drahtschlingen vorgeformt, das war ganz schön schwierig", erzählt der Viertklässler.

Während sich die Kinder auf der Hüpfburg austobten, fanden die Eltern die Gelegenheit zu einem Plausch bei Kaffee und Kuchen in der Cafeteria oder einem Rundgang über den traditionellen Handwerkermarkt der Frauengemeinschaft (KfD). Am Stand von Anja Lehnen-Gundlach wurden Erinnerungen wach. Die Duisburgerin bot so genannte "Etageren" an - drei übereinander angebrachte Porzellanschälchen. Gefüllt werden diese normalerweise mit Erdnüssen oder Schokolade, aber es gibt passend zur Europameisterschaft auch eine spezielle Variante. "In die Männer-Etagere kommen Chips, Mettwurst und Kümmerling", erklärt die clevere Geschäftsfrau.

Geschichtsträchtig ging es im Haus der Veener Geschichte zu. Ein Film zeigte das Wirken des aus Veen stammenden Pastors Wilhelm Hetterix während des zweiten Weltkrieges im Kaukasus. Daneben fanden die Besucher die Gelegenheit, die neuesten Exponate des Hauses zu bestaunen. Darunter zählt neben einer Puppenstube aus dem Jahre 1930 mit Mini-Geschirr aus echtem Porzellan und einem funktionsfähigen kleinen Elektroherd eine Schnurrbarttasse. "Sie hat einen integrierten Schnurrbartabstreifer, damit beim Trinken nichts darin hängen bleibt" erzählt Wilhelm Jansen vom Förderverein "Unsere Veener Geschichte".

Quelle: RP
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