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Rheinberg
DLB putzt den Vallan-Vorhof

Rheinberg: DLB putzt den Vallan-Vorhof
Der spanische Vallan im Stadtpark verschwindet derzeit hinter der üppig wachsenden Vegetation. Doch nächste Woche rückt der DLB an, um die Sicht auf das Gebäude freizulegen. Für die Umfeldgestaltung sollen ein Konzept und ein Finanzierungsplan erstellt werden. FOTO: Fischer
Rheinberg. Historisches Gemäuer ist baulich in "desolaten Zustand". Das Umfeld soll gestaltet werden. Von Bernfried Paus

Der spanische Vallan hat das Zeug zum echten Schmuckstück im ordentlich aufgeräumten Stadtpark. Doch die Frische des weißen Anstrichs täuscht. Er ist nicht mehr als ein Facelifting für eine Ruine. Es bräuchte viel Geld, das historische Gemäuer wieder nutzbar zu machen. Ideen gibt es. Welche wann wie umgesetzt werden können, ist völlig offen. Aktuell "schockiert" vor allem die ins Kraut schießende Vegetation im Umfeld die Politik im Stadthaus. Der Vallan verschwindet hinter wild wuchernden Sträuchern - wie im Dornröschenschlaf.

Die Rosen jedenfalls, die das Stadtmarketing vor wenigen Jahren hier pflanzen ließ, sind vielen inzwischen ein Dorn im Auge. Dem Stadtmarketing sei der Pflegeaufwand inzwischen viel zu hoch geworden, hieß es. Deshalb sei der Vorschlag gekommen, Rosen durch Rasen zu ersetzen. Das würde den Pflegeaufwand deutlich mindern und außerdem die Sicht auf den Vallan verbessern.

Die FDP hatte 8000 Euro in den laufenden Etat eingebracht, um das Umfeld des Gebäudes ordentlich zu gestalten. Doch das Geld würde nicht ausreichen, die vorhandenen Treppenstufen wieder so herzustellen, dass sie ohne Stolpergefahr betreten werden können, so die Verwaltung. Und das Geld in Stückwerk zu investieren, sei wenig sinnvoll. So verständigte sich der Ausschuss darauf, ein gut zehn Jahre altes Wegekonzept, das Teil der Stadtparksanierung war, wieder hervorzuholen und zu aktualisieren.

Rund 100.000 Euro, so die Schätzung des Technischen Beigeordneten Dieter Paus, würde eine umfassende Umfeldgestaltung wohl erfordern. Damit sei man aber noch weit von einer irgendwie gearteten Nutzung - als Künstleratelier oder als touristisches Angebot - entfernt. Paus bezeichnet den baulichen Zustand der Immobilie als "desolat".

Die Politik verständigte sich darauf, für die Sanierung des Vallan und des Umfeldes Rückstellungen zu bilden. Fördermittel werde es kaum geben - allenfalls im Kontext mit einem Maßnahmebündel. Es wurde die Gründung eines Trägervereins angeregt.

Das alles aber wird dauern. Um zu verhindern, dass sich unterdessen die Natur des Vallan bemächtigt, will der DLB nächste Woche ordnende Hand anlegen, kündigte Dezernentin Annemarie Kaltenbach auf Anfrage an. "Der viel beschäftigte DLB wollte erst die Beratung im Ausschuss abwarten, ehe er tätig wird", so Kaltenbach. Sonst hätte er vielleicht etwas gemacht, was den politischen Beschlüssen zuwidergelaufen wäre. Nun sei der Weg frei, den Wildwuchs zu beheben.

Quelle: RP
 
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