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Rheinberg
Dunkles Granitpflaster für den Markt

Rheinberg: Dunkles Granitpflaster für den Markt
Vor der Sitzung schauten sich gestern Ausschussmitglieder die verschiedenen Musterflächen am Alten Rathaus an. Der rechte Stein soll es werden. FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Der Rheinberger Bau- und Planungsausschuss legte gestern Abend endgültig die künftige Gestaltung des Platzes fest. Von Uwe Plien

Welches Pflaster soll es sein für den Großen Markt? Die Neugestaltung der inzwischen arg ramponierten und mit Asphalt ausgebesserten Fläche wird seit Jahren diskutiert. Im nächten Jahr soll es nun endlich was werden mit dem Marktplatz. Seit einigen Tagen nun kann man sich hinter dem Alten Rathaus drei Musterflächen anschauen.

Nach den Vorgaben des mit der Planung beauftragten Duisburger Landschaftsarchitekten Johannes Reinders wurden drei Varianten vorgeschlagen: ein grau-gelber Granit, ein reiner Granit und ein grau-gelber Granit mit einer sogenannten dunklen Zement-Matrix. In allen drei Fällen sollen die Steine, die bewusst kleiner sind als die auf dem Lindenplatz und sich auch farblich absetzen, von einem Edelstahlband durchzogen sein. In diese "Bänder der Geschichte" sollen Daten und Fakten der Rheinberger Historie eingearbeitet werden.

Vor der Sitzung des Bau - und Planungsausschusses begutachteten gestern einige Fraktionsmitglieder die Musterflächen hinter dem Alten Rathaus. Planer Johannes Reinders und Beigeordneter Dieter Paus schilderten, wie die Gestaltung vorgesehen ist.

Später griff der Ausschuss im Stadthaus das Thema detailliert auf. Eine lange Diskussion entfaltete sich darum und es wurden zigfach besprochene (und zum Teil auch schon beschlossene) Punkte neu aufgerollt. Der CDU war insbesondere der Hinweis wichtig, dass sie auf dem Markt ein schwerlastverkehrtaugliches Pflaster erwarte. "Wir bitten um eine rechtsverbindliche Aussage des Planers dazu", sagte Fraktionsvorsitzender Erich Weisser. Für die SPD machte Michael Kuklinksi deutlich, dass es mit seiner Partei kein Parken mehr auf dem Markt mehr geben werde. Die Grünen (Luise Theile) regte die Verlegung der Wasserfontäne an. Die solle nicht neben dem Lindenplatz, sondern vor der St.-Peter-Kirche installiert werden. Für Ralf Vogel von der FDP war klar: Eine neue Bank um die auf dem Markt stehende Eiche sei in Ordnung, allerdings müsse die auch für Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer erreichbar sein. Linken-Ausschussmitglied Uwe Hoppe schließlich plädierte dafür, den Platz mosaikmäßig mit unterschiedlichen Steinen zu pflastern.

Am Ende einigte sich der Ausschuss noch darauf, wie der Markt künftig aussehen soll. Gepflastert werden soll er mit einem etwas dunkleren Granitstein, der in unterschiedlichen Größen verlegt wird. Eine Wasserfontäne gibt es in einer abgespeckten Version - allerdings nur dann, wenn sich rechtzeitig ein Sponsor dafür findet. Die Steinbank um die Eiche wird ersetzt durch eine aus Metall oder Beton mit Kunststoffsitzflächen. Die Altstadtlaternen bleiben stehen, um Kosten zu sparen, allerdings werden sie auf LED-Technik umgerüstet. Zudem wird es die Radstellanlage geben, die der Verwaltung vorschwebt. Bei den Abfalleimern wurde der Planer gebeten, noch einmal neue Vorschläge zu unterbreiten. Und über die zu pflanzenden Bäume wird erst dann entschieden, wenn Abbildungen dieser Bäume vorliegen. Schließlich wurde noch über den Petrus-Brunnen gesprochen, der kaputt ist, nun aber für deutlich weniger Geld repariert werden kann als ursprünglich geplant. 15.000 statt 35.000 Euro muss die Stadt dafür einplanen.

Quelle: RP
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