| 18.26 Uhr

Rheinberg
Ein Auftrag, zwei Hoffnungen

Rheinberg. Die Stadtverwaltung soll auf CDU-Antrag prüfen, ob sich die Grundschule Wallach später am Hauptschulstandort Borth unterbringen ließe. SPD und FDP sagen Ja zu Prüfung, hoffen aber auf ein negatives Ergebnis. Von Rainer Kaussen

Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob nach Auflösung der Grundschule Ossenberg und der Zusammenlegung mit der Grundschule in Wallach eine Unterbringung der zusammengelegten Grundschule im Gebäudekomplex der ehemaligen Hauptschule Borth möglich ist. Diesen Auftrag formulierte gestern Abend der Hauptausschuss mit breiter Mehrheit (drei Nein-Stimmen kamen von den Grünen, eine von der Linken, eine aus der CDU).

Die Vorstellungen vom Ausgang dieser Prüfung könnten allerdings offensichtlich unterschiedlicher kaum sein. Die CDU sprach in der Begründung ihres Prüfauftrags von "äußerst vorteilhaften Rahmenbedingungen" am Standort Borth – und ohnehin handele es sich um einen in alle Richtungen gehenden Auftrag, so Fraktionschef Wolfgang Fillers: "Es ist nicht beabsichtigt, sofort etwas zu verlegen. Die Grundschule ist jetzt in Wallach gut aufgehoben." Aber angesichts der Entwicklung der Kinderzahlen könnte Borth langfristig der bessere Standort sein.

Klaus Bechstein (SPD) wertete dies als wichtige Klarstellung, schließlich sei man bei den Ossenbergern Eltern hinsichtlich der Beschulung ihrer Kinder im Wort; und würde Wallach auf die Schule verzichten müssen, wäre das der Verlust eines wichtigen kulturellen Mittelpunktes. Bechsteins Fazit:: "Wir hoffen, dass die Prüfung eine Verlegung der Wallacher Schule aus mehreren Gründen nicht empfiehlt." Dann sollte man diese Untersuchung eines ohnehin unbezahlbaren Millionenprojektes doch am besten ganz bleiben lassen, fand Jürgen Bartsch (Grüne); das erspare Kindern, Lehrern und Eltern unnötige Unsicherheiten. So sah das auch Michael von Parzotka-Lipinski (Linke). Herbert Becker (FDP) meinte, dass die Grundschule "in Wallach gut aufgehoben ist und dort auch bleiben soll." Den Beleg für diese These erhoffen sich die Liberalen nun durch den Prüfauftrag.

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Quelle: RP
 
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