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Rheinberg
Ein Bagger und ein Traktor brennen

Rheinberg: Ein Bagger und ein Traktor brennen
Der brenneden Bagger sorgte für Verkehrschaos im Norden der Stadt Rheinberg. FOTO: Fischer
Rheinberg. Xantener Straße in Rheinberg war gestern bis 13 Uhr fünf Stunden lang gesperrt. Großeinsatz der Xantener Löschzüge. Von Heinz Kühnen und Uwe Plien

Für die Freiwilligen Feuerwehren in Rheinberg und Xanten gab es gestern viel zu tun. Ein brennender Bagger in Rheinberg und ein Traktor, der in Xanten in Flammen stand, mussten gelöscht werden. In Rheinberg führte der Vorfall zum Verkehrschaos.

Weshalb der Bagger gestern Morgen gegen 8.20 Uhr auf der Xantener Straße (L 137, ehemals B 57) rund 500 Meter hinter der Solvay-Kreuzung in Ossenberg zu brennen begann, ist noch nicht geklärt. Jedenfalls waren die Einsatzkräfte zügig am Einsatzort, die Flammen schnell gelöscht. Das Feuer verursachte einen Sachschaden in einer Höhe von etwa 35.000 Euro, teilte die Kreispolizei gestern mit. Der 28-jährige Fahrzeugführer aus Kleve blieb unverletzt.

In Xanten gelang es den Feuerwehrleuten, den Übergriff der Flammen auf die Scheune voller Stroh zu verhindern. FOTO: Fischer Armin

Das Feuer hatte lange Staus zur Folge. Für die Dauer der Lösch- und Bergungsarbeiten sperrte die Polizei die Xantener Straße etwa fünf Stunden lang ab. Erst gegen 13 Uhr rollte der Verkehr hier wieder normal. Ein Problem: Weil in Ossenberg seit Montag die Kreisstraße 14 wegen anstehender Deckenarbeiten bis Ende nächster Woche komplett gesperrt ist, gab es zumindest für Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Wesel über die Bundesstraße 58 weiter Richtung Rheinberg fahren wollten, keine geeignete Umleitung. Wer von der B 58 nach Borth und weiter Richtung Ossenberg fuhr, landete an der Sperrbarke und musste umkehren. Viele Fahrzeug suchten sich einen Umweg über Millingen.

Feueralarm gab es auch in Xanten. Bis mitten in die Stadt hinein war gegen Mittag eine riesige Rauchsäule zu sehen, die vom Assmannshof an der B 57 zwischen Xanten und Marienbaum emporstieg. Dort, an der Straße An der alten Burg, war aus bislang unbekannten Gründen ein Traktor in Brand geraten.

Der Standort des teuren Gefährts veranlasste die Feuerwehr sofort, die Löschzüge Xanten, Wardt, Birten und Nord ausrücken zu lassen. Der Traktor stand gerade mal zwei Meter von einer großen Scheune entfernt, die randvoll ist mit Stroh- und Heuballen. "Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn das Feuer übergegriffen hätte", so Einsatzleiter Markus Windhuis.

Während ein Teil der 30 Einsatzkräfte mit langen Schläuchen die Wasserversorgung vom Tiefbrunnen an der Bundesstraße aus bis hin zum mitten im Maisfeld "geparkten" Löschfahrzeug aufbaute und andere sich wegen der starken Rauchentwicklung mit Atemschutz ausrüsteten, wurden beim Erstangriff mehr als 8000 Liter Wasser aus den Tanks eingesetzt.

Parallel zu den Löscharbeiten kühlten die Hilfskräfte die Giebelwand der Scheune von außen und innen mit Wasser, um ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Nach fast einer Stunde konnten die Wehrleute wieder einrücken. Nach Kontrolle mit einer Wärmebildkamera gab Windhuis Entwarnung. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Warum der Traktor in Brand geraten war: Landwirt Norbert Paeßens konnte nur hilflos die Schulter zucken. Vermutet wird ein technischer Defekt. Paeßens braucht nun dringend einen Ersatz für das 30.000 bis 40.000 Euro teure, 150 PS starke Gefährt. Erst mal habe jetzt die Versicherung das Wort.

Während des Löscheinsatzes kam es zu leichten Verkehrsbehinderungen auf der nur einspurig befahrbaren Bundesstraße.

Quelle: RP
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