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Alpen/Rheinberg
Ein Blick hinter die Werkstore

Alpen/Rheinberg. Zur "Langen Nacht der Industrie" hatten auch Norgren und Solvay eingeladen. Viele kamen. Von Sabine Hannemann

Die "Lange Nacht der Industrie" erweist sich als Erfolgsgeschichte mit Fortsetzung. Insgesamt 68 Unternehmen an Rhein und Ruhr ermöglichten einen Blick hinter die Werkstore. So auch in Alpen, wo erstmals das Unternehmen Norgren teilnahm. Zum zweiten Mal mit von der Partie ist das Rheinberger Unternehmen Solvay. Den Besuchern war es möglich, bei ihrer geführten Tour gleich zwei Industriestandorte zu besuchen. Norgren in Alpen und Siemens in Bocholt, Besucher des Solvay-Werkes hatten zuvor den Asdonkshof besichtigt.

Vier interessante Punkte zur Produktion – wie Montage der Sonderzylinder oder in der Logistik das Versandwesen – hatte das Norgren-Team ausgewählt. "Wir haben uns mit unseren Mitarbeitern auf die Besuchergruppen vorbereitet", sagt dazu Werkleiter Thorsten Norff. Selbst das werksangegliederte Spix-Team ließ sich am Abend über die Schulter schauen.

Für den abschließenden Gesamteindruck erwartete, wie bei Messen üblich, eine kleine Produktschau die Gäste. Norgren-Produkte finden sich im Alltag unter anderem in ICE-Türen oder bei Lkw-Sitzen. Erstaunt äußerten sich über die Produktvielfalt Werner und Karin Banaszek aus Duisburg. Für Gabriele Grün waren die verschiedenen Berufsbilder interessant wie auch die Etappen im Produktionsprozess. "Einen solchen Betrieb von innen zu sehen, macht Spaß", sagt Christof Kolert. Bei soviel guter Resonanz steht dafür das Alpener Unternehmen eine Teilnahme bei der nächsten Ausgabe der "Langen Nacht der Industrie" so gut wie fest.

Das Interesse an diesem eher ungewöhnlichen Angebot lässt sich an Zahlen festmachen. Über 6000 Menschen meldeten sich auf 2800 Plätze. Das Los entschied über 39 Bustouren zu je zwei Unternehmen. Zum zweiten Mal ist das Weltunternehmen Solvay Zielort. Alles drehte sich um das Solvay-Soda-Verfahren, um Drehrohröfen und Rohstoffe wie Kalkstein, Kohle und Koks. Als überaus interessiert beschrieb Dr. Wilfried Kleiböhmer, Leiter Umweltschutz und Koordinator der Veranstaltung, die Besuchergruppen. Ein kurzer Film zeigte Produktionsbereiche, informierte über Produkte, auf denen "selten Solvay drauf steht, aber meistens drin ist", so Kleiböhmer.

Zu erinnern ist an die selbstverständliche Dinge des Alltags wie Brausetabletten, an weißes Papier oder Zahnpasta. Für die Besucherin Anett Papenkort, Lehrerin in Issum, ein überaus lohnender Besuch. "Viele Informationen, die ich im naturwissenschaftlichen Unterricht an meine Schüler weitergeben werde." Johannes Schonnefeld war früher in diesem Sektor beruflich tätig. "Für mich ist es interessant zu sehen, wie sich Bereiche weiterentwickelt haben."

Auf junge Menschen setzte Solvay abschließend im Dialog. Studenten wie auch Eltern von Schulabgängern sind vermehrt unter den Besuchergruppen zu finden. "Wir sind gezielt auf der Suche nach Fachkräften", sagte Dr. Cornelia Anderson von der Personlabteilung.

Quelle: RP
 
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