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Alpen
Ein Festgottesdienst zum Abschied

Alpen: Ein Festgottesdienst zum Abschied
Michael Wulf-Schnieders dirigierte 17 Jahre lang den Alpener Chor. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Michael Wulf-Schnieders gibt die Leitung des Chores der evangelischen Kirche Alpen an Lothar Rehfuß weiter. Von Peter Gottschlich

Fast 17 Jahre lang leitete Michael Wulf-Schnieders den Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde Alpen. Jetzt dirigierte er zum letzten Mal diesen Chor. In der Tempora-Andacht gaben die Sänger unter anderem "Jesus bleibet meine Freunde" von Johann Sebastian Bach und die "Messe Breve Nr. 7" von Charles Gounod zum Besten. Nach der Andacht konnten sich die Gemeindemitglieder persönlich bei Michael Wulf-Schnieders bedanken.

Für Sonntagmorgen hatte die Gemeinde zu einem Festgottesdienst eingeladen, um sich offiziell vom langjährigen Chorleiter zu verabschieden. "Er hat mit viel Engagement den Kirchenchor geleitet", bedankte sich Hartmut Becks bei dem Musiker, der über einen Kooperationsvertrag mit der evangelischen Kirchengemeinde Rheinberg für einige Stunden nach Alpen abgestellt gewesen war. "Anfangs hat er außerdem einen Kinderchor geleitet."

Der Pfarrer blickte auf die Zeit zurück, in der er selbst als Tenor im Kirchenchor gesungen hat. "Die Chorproben waren sehr kurzweilig", erzählte er. "Wir haben schöne Ausflüge gemacht. Gesungen haben wir nicht nur in der Kirche, sondern auch zu besonderen Anlässen, zum Beispiel beim Weihnachtsmarkt, bei Hochzeiten oder bei Einweihungen. Michael Wulf-Schnieders hat die klassische Literatur genauso eingeübt wie die moderne. Er bleibt unserer Gemeinde in guter Erinnerung."

Die Chorarbeit soll im Frühjahr 2017 Lothar Rehfuß übernehmen, der zurzeit erkrankt ist. Der 58-jährige Gymnasiallehrer, der kurz vor seinem C-Examen als Kirchenmusiker steht, ist in der Gemeinde gut bekannt, da er den Projektchor und die Band leitet. Für ihn richtet die Gemeinde im neuen Jahr eine eigene Stelle als Kirchenmusiker ein. "Es geht weiter mit der Kirchenmusik", unterstrich Hartmut Becks vor 140 Gläubigen.

Dem Gottesdienst, der von der Frauenhilfe unter dem Motto "Sonne der Gerechtigkeit" vorbereitet worden war, schloss sich ein "etwas anderer" Advent an, wie jedem Gottesdienst am ersten Advent.

Diesmal spielte das Theater der Dämmerung "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry als Schattenspiel, um die Adventszeit besinnlich und ohne Hektik einzuläuten.

Quelle: RP
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