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Alpen
Ein gutes Miteinander seit 25 Jahren

Alpen: Ein gutes Miteinander seit 25 Jahren
Die silberne 25 steht für ein Vierteljahrhundert gute Nachbarschaft. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Die Pumpennachbarschaft Marktstraße hält stets zusammen. Das haben die Familien jetzt gefeiert. Von Peter Gottschlich

Für die Familien, die an der Marktstraße wohnen, ist es keine Pflicht, in die Pumpennachbarschaft einzutreten. "Aber bis auf zwei gehören alle dazu", erzählt Melanie Jung-Peschges. Sie ist als Kronenmeisterin der Pumpennachbarschaft Marktstraße für alles rund um die Kronenkorken zuständig, vor allem Bier und Gegrilltem beim jährlichen Pumpenfest sowie der Kasse. Dieses Fest stand jetzt unter einem besonderen Vorzeichen, weil diese Pumpennachbarschaft in Menzelen-Ost ihren 25. Geburtstag feierte.

"1992 hat sich die Pumpennachbarschaft gegründet", berichtete die Kronenmeisterin, die dieser Gemeinschaft über die Familie ihrer Eltern von Beginn an angehörte. "1993 wurde im Vorgarten der Familie Hansen eine Pumpe aufgestellt und das erste Pumpenfest gefeiert."

Die Familien schmückten schon damals die Marktstraße mit Wimpeln. Daran hat sich bis heute nichts geändert. "Der Zusammenhalt ist da", erzählte Dominik Jung, Pumpenmeister und Ehemann der Kronenmeisterin, beim 25. Pumpenfest. "Wenn jemand Hilfe braucht, ist sie da. Es wird eine Kleinigkeit getragen oder im Garten geholfen, wenn ein Projekt ansteht." Das Pumpenfest ist das zentrale Ereignis der starken Gemeinschaft, der 19 Familien angehören. Sie feiert es meistens an einem Samstag im Juni. Sie lässt dazu den Teil der Marktstraße, der zum Markt hin liegt, absperren.

Das Fest beginnt nachmittags, wenn sich Pumpennachbarn nahe der Pumpe zu Kaffee und Kuchen treffen. Gespräche und gemütliches Beisammensein stehen im Mittelpunkt. Dabei sind mit 40 bis 50 "Marktstraßlern" die Familien mit ihren Mitgliedern fast vollzählig anwesend. "Der Juni ist ein Monat der Familienfeiern, Geburtstage und Hochzeiten", so Melanie Jung-Peschges. "So können einige nicht hier mitfeiern, weil sie woanders eingeladen sind."

Zum Pumpenfest der Marktstraße nimmt die Nachbarschaft auch neue Familien auf, oft auf besondere Art. So gab es jetzt eine Menzelener DSDS-PN-Ausgabe, eine Gesangseinlage in der Show "Deutschland sucht den Superpumpennachbarn".

Der Kuchennachmittag geht anschließend in einen Grillabend über, zu dem die Familien Salate mitbringen. Das, was übrig bleibt, essen und trinken die "Marktstraßler" beim Restevernichten, wie sie es nennen. Dabei blicken sie auf die nächsten Aktionen.

Zum Beispiel schmücken sie die Marktstraße für Kirmes und Schützenfest, besuchen schon einmal den Weihnachtsmarkt in Xanten oder spielen Bauerngolf auf dem Moerenhof in der Domstadt. Manchmal ist die Pumpennachbarschaft auch groß auf Achse.

Einmal fuhr sie mit dem Bus nach Niederösterreich, um eine Familie zu besuchen, die früher an der Marktstraße gewohnt hatte und heute in ihrem Altersruhesitz in Waidhofen an der Ybbs lebt. "Das gute Miteinander bleibt", so Melanie Jung-Peschges.

Quelle: RP
 
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