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Rheinberg
Ein Hauch von Copacabana in Alpsray

Rheinberg. Das Quartett "Balancado" gastierte im Bistro & Café Medley. Rund 50 Zuhörer genossen die südamerikanischen Klänge. Von Erwin Kohl

Pulsierende Rhythmen, die Lebensfreude und Leidenschaft der Menschen Brasiliens, ihre Sehnsüchte und stille Melancholie musikalisch dargeboten, erlebten rund 50 Besucher des Cafè Medley am Samstagabend. Mit dem Quartett "Balancado" waren Musiker in Alpsray zu Gast, die "A Taste Of Brazil" - den Geschmack Brasiliens - verinnerlicht haben und mit modernen Interpretationen von Bossa-Nova- und Samba-Klassikern für Urlaubsfeeling im tristen Herbst sorgten. "Ich bin an der klassischen Konzertgitarre ausgebildet worden. Für dieses Instrument bieten sich Bossa Nova und Samba an, in deren Mittelpunkt das Gitarrenspiel und der einzigartige Rhythmus stehen", erklärt Sänger und Gitarrist Reinhard Storm. Seit einem Jahr spielen die Bandmitglieder aus Kleve, Rheinberg und Xanten in dieser Formation zusammen.

Der Name Balancado steht im portugiesischen Sprachgebrauch für Swing, aber auch für die Mentalität der Brasilianer. "Hierzulande wird diese Musik eher selten gespielt. Aber genau das ist unsere Chance. Sie ist zudem sehr abwechslungsreich, mal loungig und dann wieder mit viel Power tanzbar", so Storm. Beim Publikum, das bei Kerzenschein an den Tischen sitzt, kommt sie gut an, es applaudiert immer wieder.

Zu jedem Song bekommen die Zuhörer von Storm vorab einige Informationen. "Chega de Saudade steht für das Lebensgefühl der Brasilianer. Der brasilianische Blues steht übrigens für die Melancholie der Frauen", erläutert der Musiklehrer. Mit "Danza Brasilera" des Komponisten Jorge Morel folgt eine Samba-Nummer mit hohem Wiedererkennungswert.

Das ist erst Recht der Fall beim Titel "The Girl from Ipanema", mit dem der Gitarrist und Komponist Baden Powell 1962 einen Welthit landete. Beim ebenfalls von Powell stammenden Stück "Tempo Felice" kribbelt es so manchen Besuchern im Tanzbein. "Es ist eine nostalgische Nummer, die von der guten alten Zeit erzählt und in Brasilien sehr populär ist", erzählt Reinhard Storm. Was die Texte betrifft, liefert Storm zum Liebeslied "Deve ser Amor" eine umfassende Erklärung ab: "Es ist immer das Gleiche. Es geht um Frauen, Musik und Wein. Und manchmal auch um Männer."

Weniger um das Wetter, aber das ist auch nicht nötig, denn diese Musik trägt die Sonne in sich. Das Publikum erlebt einen beschwingt-fröhlichen Abend und bedankt sich dafür dann auch mit einem herzlichen Applaus.

Quelle: RP
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