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Rheinberg
Ein Jahr Gefängnis für traurigen Promille-Rekord

Rheinberg. In einem Zustand, in dem andere schon längst das Bewusstsein verloren hätten, setzte ein 48-Jähriger sein eigenes Leben und das Leben anderer Menschen aufs Spiel. Zwischen zwei und fast vier Promille Alkohol im Blut hielten den Rheinberger nicht davon ab, sich ans Steuer zu setzen. Und das gleich drei Mal innerhalb eines halben Jahres.

Das Rheinberger Amtsgericht will dem Wiederholungstäter jetzt mit einer Haftstrafe Einhalt gebieten. Er soll für ein Jahr ins Gefängnis, weil er mehrfach hochgradig alkoholisiert Auto fuhr und dabei sogar einen Verkehrsunfall verursachte. Im November vergangenen Jahres war er auf der Rheinberger Straße (L 155) in Richtung Kreisverkehr mit einem anderen Fahrzeug frontal zusammengeprallt. Ein Mann wurde verletzt. Der Sachschaden war mit 8000 Euro beachtlich. Dennoch müsse man froh sein, dass nicht mehr passiert sei, sagte der Vertreter der Staatsanwaltschaft. Man wolle sich gar nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn der Unfallgegner ein Motorradfahrer oder ein Radfahrer gewesen wäre. Bei vier Autofahrten war der Rheinberger im vergangenen Jahr angehalten und aus dem Verkehr gezogen worden. Zwei Mal war er sogar so betrunken, dass er nicht zur Verantwortung gezogen werden konnte. Für diese beiden Fahrten war von einer Schuldunfähigkeit auszugehen, weil der Angeklagte keine Kontrolle über sein Handeln mehr hatte. Ohne Strafe bleibt er deshalb allerdings nicht. Er wurde wegen Vollrauschs verurteilt. Auch eine Trunkenheitsfahrt und das Fahren ohne Führerschein räumte er ein. Weil der 48-Jährige ein Geständnis ablegte, mussten keine Zeugen gehört werden.

(BL)
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