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Alpen
Ein Superstart in den Saalkarneval

Alpen: Ein Superstart in den Saalkarneval
"Die Froggels" haben fleißig trainiert, um beim Frauenkarneval der kfd einen perfekten Auftritt hinlegen zu können. FOTO: Armin Fischer
Alpen. Sechs Tanzdarbietungen und fünf Büttenreden gehörten zum Programm beim Frauenkarneval der KfD in Menzelen. Der einzige Mann, der mitfeiern durfte, war Prinz Klaus I. Er sorgte im Saal für ordentlich Stimmung. Von Erwin Kohl

Mit dem Frauenkarneval der KfD eröffneten die Karnevalisten aus Menzelen-Ost am vergangenen Wochenende den vierwöchigen Saalkarneval. "Vorsicht Baustelle" lautete das Motto der Büttensitzung. Dementsprechend hatten die Elferratsdamen um Sitzungspräsidentin Melanie Giesen den Saal der Gaststätte "Zur deutschen Eiche" mit vielen Verkehrsschildern, Absperrungen und bröckeligem Mauerwerk ausgestattet. Alles andere als eine Baustelle bot das mit fünf Büttenreden und sechs Tanzdarbietungen abwechslungsreich gestaltete Programm.

Allein unter 140 Frauen, dieses Privileg sichtlich genießend, zog zu Beginn Prinz Klaus I. mit seinen Mariechen Denise Krupper, Michelle Bruckmann, Mara Kohl und Laurien Hackstein in den Saal ein. Mit seinem Sessionslied zur Melodie des Alpenrebellen-Hits "Rock me" brachte die Tollität der KGV "Hand in Hand" die Menzelener Närrinnen gleich mal ganz ordentlich auf Betriebstemperatur.

Danach führte Zeremonienmeisterin Alexandra Karmann die Tanzmäuse auf die Bühne. In "Minions"-Kostümen bot der Nachwuchs unter der Leitung von Iris Karmann-Engels, die auch die Froggels betreut, eine sehenswerte Choreographie. Dabei mussten einige "Mäuse" zum Vergnügen des Publikums als lebende Gitarren für ihre männlichen Mittänzer herhalten. Was so alles schiefgehen kann, wenn eine redselige Fahrschülerin (Gisela Ladwig) auf ihren Prüfer (Angela Phlipsen-Haas) trifft, zeigte sich humorvoll in dem Sketch "Die Fahrschule".

Nach zehn Jahren im Menzelener Karneval haben sich die "Flotten Lotten" umbenannt. Als "New Generation" zeigten die Gardemädchen aber, dass sie noch besser geworden sind. Absolute Profis im Bereich Gardetanz sind die "Limelights". Seit 19 Jahren existiert die Gruppe, im kommenden Jahr soll Schluss sein. Beim Anblick der tobenden Jecken im Saal dürfte ihnen das nicht leicht fallen.

Was macht "Frau" eigentlich, wenn das Genick schmerzt? Ganz einfach: Sie geht zum "Genickologen". Das zumindest erklärten Karla Miß und Lucia Spicker dem närrischen Publikum in ihrem herzerfrischend komischen Vortrag "Der richtige Fachmann". Herrlich schräg auch das Stück der Gruppe "Heimwerkermarkt". Im selbigen wurden Sets zur Blinddarm-OP oder künstliche Darmausgänge für den Selbsteinbau angeboten. Als jemand seine Oma im Einkaufswagen vorschiebt, weil diese nach der letzten häuslichen Operation immer noch schläft, lautet der fachlich-lapidare Kommentar: "Die müssen wir wohl einschicken."

Der Vortrag sorgte dafür, dass die "Limelights" mit einem fetzigen Showtanz erstmal die verspannte Lachmuskultur etwas lockern mussten. Das gelang den Damen auf Anhieb so gut, dass alle auf den Stühlen standen.

Für die Darbietung von Andrea Heringer durften sich dann alle wieder setzen, denn die gestand freimütig: "Ich bin nicht dick, sondern nur gut sichtbar." Mit den hübschen "Flugbegleiterinnen" Maria Int-Veen und Waltraud Richter sowie 280 feucht-fröhlichen Augen im Saal endete eine absolut gelungene, vergnügliche Sitzung.

Quelle: RP
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