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Rheinberg
Ein Wunsch: mehr Respekt

Rheinberg: Ein Wunsch: mehr Respekt
Diese neue Torwand ist von der Schülerverwaltung angeschafft worden. Der Technikkurs von Dirk Füthen hat sie montiert. Dieser Ball war übrigens perfekt geschossen – er traf den FOTO: Armin Fischer
Rheinberg. Sport stärkt das Gemeinschaftsgefühl: Rheinberger Haupt- und Realschüler, die künftig gemeinsam die neue Gemeinschaftsschule besuchen, spielten gestern Street-Basketball und Fußball: "Gemeinsam in die Zukunft". Von Waltraud Willeke

"Der positive Aspekt sportlicher Aktionen kommt hier voll zur Geltung, die Schüler halten sich an die Regeln, integrieren sich gut in die Mannschaften, Teamgeist und Fairness haben Priorität", sagte gestern Sonderschulpädagoge Martin Bitter, als er das Streetball-Turnier auf dem Schulhof der Haupt- und Realschule und die Fußball-Spiele im Underberg-Stadion beobachtete.

"Gemeinsam in die Zukunft", lautete das Motto des Sport- und Aktionstages für die Schüler beider Schulen, die nach den Sommerferien zur Gemeinschaftsschule werden. "Gemeinsame Veranstaltung sind für das Kennenlernen wichtig", betonten die Realschullehrerinnen Gabriele Koran-Büngeler und Elisabeth Krichel, die das Fußballturnier der fünften und sechsten Klasse begleiteten.

240 Kicker beider Schulen

Hier traten rund 240 Kicker der beiden Schulen gemeinsam an. Die Mannschaftsaufstellung erfolgte nach dem Zufallsprinzip, im Vorfeld erhielten alle eine individuelle Startnummer. "Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl", erklärte Rüdiger Girot, Sonderschullehrer der Hauptschule, der am Rande des Spielfelds als Berater tätig war. Für "Power girls" oder einfach nur "Girls" entschieden sich Schülerinnen der neunten Klasse bei ihrer Namensgebung, als sie zum Streetball-Turnier antraten.

Mit Daniel Lasek und Okan Isikay assistierten zwei Gymnsiasten als Schiedsrichter. Beim Streetball traten die Schulen im Wettstreit gegeneinander an. "Hier wird fair verloren", beobachtete Gerhard Wichmann-Weyer. Pädagoge der Hauptschule, der das Streetball-Turnier leitete. Mit Namen wie "Terrortabbies", "WC Pokemons", "Underdogs", "Kartoffelpuffer" oder in Anlehnung an die Erfolge von Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks oder den Los Angeles Lakers motivierten sich die Teams beim direkten Ballwurf auf den Basketballkorb.

Was erleichtert den Schulalltag?

Auf einer Wunschliste konnten alle Schüler die Ideen fixieren, die künftig den gemeinsamen Schulalltag erleichtern sollen. Mehr Respekt im Umgang miteinander war mehrfach vermerkt. Andere plädierten für wohltätige Aktionen, um Hilfe zu leisten. Viele Schüler sprachen sich für mehr Toleranz aus, dass es keine Gewalt, keine Ausgrenzungen und kein Mobbing mehr geben sollte. Gemeinsame Fahrten und Ausflüge standen im Vordergrund der Wünsche. "In der Gemeinschaftsschule sollen alle gut miteinander auskommen", stand in dicken Lettern auf dem Wunschzettel.

Quelle: RP
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