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Rheinberg
Eine App informiert Flüchtlinge über die Stadt

Rheinberg. Ein fremdes Land, eine fremde Kultur, fremde Menschen und eine fremde Sprache, die man nicht versteht: In dieser Situation finden sich viele Flüchtlinge und Asylsuchende, die nach Deutschland kommen. Keine einfache Voraussetzung, um sich im Alltag zurechtzufinden. Wo ist der nächste Arzt? Welche Schulen gibt es am Ort? Wo muss ich welche Anträge einreichen? Und welchen Vereinen kann ich beitreten? Hier hilft ab sofort die Integreat-App, mit der die Stadt Rheinberg vor allem neu Zugewanderte, aber auch alle Ehrenamtler informiert. Alle Infos sind auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Farsi verfügbar. Die App bilde ganz aktuell das Was, Wann und Wo in Rheinberg ab, bietet aber systemseitig auch allgemeingültige Informationen beispielsweise zum Asylverfahren, informierte Sozialdezernentin Rosemarie Kaltenbach gestern beim Pressegespräch im Stadthaus. Neben Dormagen ist Rheinberg nun die zweite Kommune am Niederrhein, die auf die App als zentrale Informationsplattform setzt. Von Vom Nicole Maibusch

Die Rheinberger Inhalte haben Lena Göring und Hannah Oppenberg im Rahmen ihres Bundesfreiwilligendienstes (Bufdi) beim Sachgebiet Asyl zusammengetragen und in das Verwaltungssystem eingepflegt. "Eine wirkliche Herkulesaufgabe", wie Kaltenbach findet. Abgeschlossen sind die Arbeiten damit aber nicht. Schließlich gilt es, die App künftig mit allen lokalen Neuigkeiten und Veränderungen in Rheinberg zu "füttern" und damit aktuell zu halten. Auch die Übersetzung in weitere Sprachen wie Französisch wird angestrebt.

Die Entscheidung für die kostenlose Integreat-App fiel, nachdem sich Sozialdezernentin Kaltenbach bereits im vorigen Jahr mehrere digitale Lösungen angeschaut hatte. "Integreat hat mich mit den angebotenen Funktionen überzeugt, war schon in zahlreichen Kommunen erprobt und ist mehrfach ausgezeichnet worden", berichtet Rosemarie Kaltenbach. Jetzt hofft sie, dass das neue Angebot insbesondere durch Mundpropaganda bekannt und auch vielfach genutzt wird.

Die App, die von Studenten und Forschern der TU München entwickelt worden ist, steht im Google Playstore bzw. im App-Store für IOS, Google und Windows kostenlos zum Download zur Verfügung und ist auch offline nutzbar.

Quelle: RP
 
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