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Rheinberg
Eine dicke Torte für das Helfer-Team

Rheinberg: Eine dicke Torte für das Helfer-Team
Zum fünften Geburtstag waren die Helferinnen als Gäste geladen. Von links: Käthe Karoly (Gründungsmitglied), Gisela Rogalla (jüngstes Mitglied), Ute Donadt (Gründungsmitglied), Gertrud Günther sowie Generationen-Hausleiterin Anke Sczesny mit der Jubiläums-Torte. FOTO: Olaf Ostermann
Rheinberg. Das "Café Böhnchen" im Haus der Generationen am Annaberg besteht seit fünf Jahren. Die Erfolgsstory geht weiter. Von Sabine Hannemann

Volles Haus, gut gelaunte Gäste zum Kaffeeplausch und eine große Geburtstagstorte mit Buttercreme - so präsentierte sich zum fünfjährigen Bestehen das Café Böhnchen im Rheinberger Haus der Generationen. Eine kleine Erfolgsgeschichte feiert Geburtstag und steuert zuversichtlich auf die nächsten fünf Jahre zu.

Auf dem Annaberg ist das Café Böhnchen mittlerweile eine Institution. Ute Donardt ist seit Beginn im ehrenamtlichen Helferteam und weiß um das Erfolgsrezept vom Café Böhnchen. "Zu uns kommt Alt und Jung. Sie fühlen sich am Sonntag bei Kaffee und Kuchen wohl und erzählen miteinander. So ist auch manche Freundschaft entstanden. Man kennt sich einfach und achtet aufeinander. Bei uns wird viel und gerne gelacht", erzählt sie.

Gesprächsthemen gibt es genug. "Es geht um Reiseerlebnisse bei Seniorenfreizeiten, die Familie, die Gesundheit und Ereignisse in der Stadt. Eben einfach querbeet", sagt Ute Donardt. Ehrenamtliche sorgen für einen entspannten Ablauf, räumen Tische ab und haben dabei Zeit für Gespräche zwischendurch. Familiäre Töne sorgen für den Wohlfühleffekt am Sonntagnachmittag.

"Die Leute kommen gerne zu uns. Ohne das Café Böhnchen fehlt etwas", bestätigt Heidi Mehler aus Eversael. Der Kaffeetisch ist jeden Sonntag gedeckt, Urlaubszeiten der Gäste berücksichtigen die Teams entsprechend. Als vor fünf Jahren das Café Böhnchen im Gemeindebezirk an den Start ging, wurden die verschiedensten Wünsche aus der Bevölkerung zur Gestaltung realisiert. In diversen Workshops und Arbeitsgruppen hatten die Teilnehmer Erwartungen, Hoffnungen und Ideen für ein gutes Miteinander auf dem Annaberg geäußert. Über das Düsseldorfer Diakonische Werk wurde dieser Findungsprozess im Quartiersmanagement koordiniert und auf Ministeriumsebene begleitet. Schnell kam bei diesen Treffen heraus, dass speziell am Sonntag etwas fehle und mancher ältere Anwohner meist alleine zu Hause die Zeit verbringt.

Die Lücke wurde mit dem Café-Angebot geschlossen. "Dass alles so gut läuft, freut uns richtig. Für uns hat sich bestätigt, dass wir mit den Menschen geplant haben. Wir konnten die Arbeit auf viele Schultern verteilen. Wir waren von Anfang an zuversichtlich und auch überzeugt, dass unser Projekt gelingen würde", sagt dazu Anke Sczesny. Mittlerweile gilt das Quartiersprojekt als Paradebeispiel. Sczesny: "Wir geben unsere Erfahrungen an andere weiter." Die Idee "Café Böhnchen" wurde im Haus der Generationen fortgeführt. Mittlerweile gibt es ein "Böhnchen am Morgen", ein Frühstückangebot an jeden ersten Donnerstag im Monat. Nächster Termin: 2. Juni, 9 bis 11.30 Uhr.

Auch hat sich dort eine Herrenskatrunde gefunden. Ein weiterer Ableger ist das "Böhnchen Groß und Klein", jeden Dienstag von 15 bis 18 Uhr. Mächtig stolz ist das Helferteam auf einen weiteren Service, den sonntäglicher Hol- und Bringdienst der "flotten Hilde". Ein Fahrdienst, der durch Kollektenmittel "Hilfe für ältere Menschen" mitfinanziert wird, ermöglicht den Besuch des Café Böhnchen. Die Anmeldung muss zur Routenplanung jeweils bis Mittwoch vorliegen. Anmeldungen sind im Haus der Generationen von 9.30 bis 12 Uhr möglich. Das Helferteam freut sich über weitere Unterstützung, auch mit Kuchenspenden. Derzeitiger Favorit ist der "Goldtröpfchen-Kuchen".

Quelle: RP
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