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Alpen
Eine gute Pressentation

Alpen. Alpener Hauptschüler haben im Zuge der seit zehn Jahren bestehenden Partnerschaft mit Lemken ein Metallbau-Projekt in der Lehrwerkstatt des Unternehmens absolviert. Gemeinsam haben sie eine Presse hergestellt. Von Uwe Plien

Anne Lieven, Mandy Kramer, Wanda Seegers, Lena Verforst, Alina Oestrich, Michael Hußmann, Ricardo Brauers, Maik Schmeida und Simon Baumgärtner haben es geschafft: Zusammen mit Azubis des Landtechnik-Herstellers Lemken und angeleitet von den Ausbildern Caner Bilir und Willi Schmitz haben die Neuntklässler der Hauptschule Alpen seit den Sommerferien an jedem zweiten Dienstag jeweils drei Stunden in der Lehrwerkstatt gearbeitet.

Zum Bearbeiten von Bauteilen

Fräsen, sägen, Gewindeschneiden, Körnen, bohren, biegen und drehen – die Jugendlichen haben Vieles von dem ausprobieren können, was man in Metall verarbeitenden Berufen können muss. Gemeinsam hat die Gruppe in diesem Projekt eine Presse zum Bearbeiten von Bauteilen hergestellt. Das kleine Metallgerät in den Farben blau, grün, gelb und rot arbeitet präszise und war gestern in voller Schönheit zu sehen.

"Es wird einen besonderen Platz in unserer Schulvitrine bekommen", sagt Konrektor Hermann Terboven, der zusammen mit Schulleiter Hans-Peter Becker in die Lemken-Werkstatt gefahren war, um den Schülern zu gratulieren. Sie alle erhielten eine Urkunde, die darüber Auskunft gibt, was geleistet wurde. "Das macht sich später gut in einer Bewerbung", weiß der 16-jährige Meik Schmeida.

Mandy Kramer, ebenfalls 16, bereut es nicht, sich für das Projekt gemeldet zu haben, sagt aber auch: "Ich weiß jetzt, dass handwerkliche Berufe nicht das Richtige für mich sind. Ich möchte lieber Kinderkrankenschwester werden."

Die Sache gut gemacht

Der Ausbildungsleiter für die gewerblichen Berufe, Caner Bilir, bestätigt, dass die Schüler ihre Sache gut gemacht haben. Und sowohl Lemken-Personalleiterin Christel Bühren als auch die Hauptschulleitung unterstreichen den Wert der nun schon zehn Jahre bestehenden Partnerschaft zwischen dem weltweit tätigen Landtechnik-Unternehmen und der lokal verwurzelten Hauptschule.

Die Verleihung der Urkunden war zugleich auch die Vorstellung des Folgeprojekts. Im zweiten Schulhalbjahr werden sieben Neuntklässler einen 25 Zentimeter hohen Metall-Schonhammer für die Bearbeitung von Kunststoffteilen herstellen. Er besteht aus elf Teilen, hinzu kommen drei Stufenbolzen. Beim letzten Werkstatttermin am 15. Juni soll auch er fertig sein.

Quelle: RP
 
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